Schlagwortarchiv für: Zell- und Gentherapie

T-CURX übernimmt Pantherna: beginnt damit ein neuer Wettlauf um die nächste Generation der CAR-T-Therapien? Das Würzburger und Münchner CAR-T-Unternehmen T-CURX übernimmt das Berliner mRNA- und LNP-Unternehmen Pantherna Therapeutics. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben. Pantherna soll als hundertprozentige Tochtergesellschaft in Hennigsdorf weitergeführt werden.

Zeitlich und thematisch sehr passend zur Strategie der Bundesregierung, die gerade mit ihrer Roadmap für Biotechnologie für viel Diskussionen in der Community sorgt, eröffnet der Sartoriuskonzern ein Kompetenzzentrum für Zell- und Gentherapie-Materialien in Freiburg. Das Thema ist auch der große Schwerpunkt der Berliner Roadmap, allerdings mit großem Schwerpunkt in Berlin selbst. Sartorius zeigt damit, dass es auch noch andere Standorte und Regionen in diesem Bereich gibt und lenkt ein wenig ab von Gerüchten über eine Firmenbeteiligung, die gerade den Kurs nach oben treiben.

Die Bundesregierung hat die Biotechnologie-Roadmap der Hightech-Agenda Deutschland vorgestellt. Ziele sind unter anderem individualisierte mRNA-Krebstherapien und neue Zentren für Zell- und Gentherapien. Insgesamt wird auf die Zell- und Gentherapie ein großer Schwerpunkt in der Roadmap gelegt bis hin zur Ausbildung von GMP-Fachkräften. Der Branchenverband BIO Deutschland begrüßt die Strategie grundsätzlich, fordert aber klarere Finanzierungs- und Umsetzungspläne für Forschung, Start-ups und Investitionen.

Rund drei Jahre nach den ersten Präsentationen zum Vorhaben, in Berlin ein eigenes Zentrum für Zell- und Gentherapie errichten und fördern zu wollen, hat es nun den Spatenstich für den Neubau gegeben. Die hohe Politik aus Bund und Land unterstrich dabei die Unterstützung der Maßnahme als Teil der nationalen Strategie, obwohl in den aktuellen Haushaltsdiskussionen eher das Motto Einsparungen im Vordergrund steht.

Mit der Millionenförderung als Startschuss für NEXCELL macht Mecklenburg-Vorpommern deutlich, dass es auch auf Zell- und Gentherapien setzt. Landeswirtschaftsminister Dr. Wolfgang Blank nutzte seine Sommerreise, um dieses Signal in Teterow mit der Überreichung des Förderbescheides von rund 8,2 Mio. Euro deutlich zu machen. Das Geld fließt in die Entwicklung einer hochautomatisierten Plattform für Zell- und Gentherapien, getragen von Miltenyi Biotec (Teterow), RoweMed (Parchim) sowie Instituten und Forschern der Universität und Universitätsmedizin Rostock.

Minaris Advanced Therapies startet als globaler Dienstleister für Zelltherapien neu in Taufkirchen bei München. Die Geschichte der ehemaligen apceth ist ein Spiegelbild des schwierigen Weges eines Pioniers in der Zelltherapie, der nicht etwa an den strengen Bestimmungen scheiterte, sondern daran, dass es keine Rahmensetzung gab und diese erst mühsam mitentwickelt werden musste. Scheitern ist jedoch das falsche Bild, denn mit dem Neustart und in neuer Konstellation hat Minaris durchaus noch viel vor.

Die Herausforderungen in der Zell- und Gentherapie stellen auch die Branchengrößen vor Probleme. So muss nun die 100%ige Bayer-Tochter Blue Rock (USA), die in diesem Bereich forscht und entwickelt, Personal streichen und eine Niederlassung in Cambridge/Boston schließen.

Das Kölner Start-up Ningaloo Biosystems erhält weitere Finanzmittel in einer neuen Finanzierungsrunde. Die NRW.Bank sowie capacura und weitere Investoren erhöhen ihr Investment in die Technologie der lichtgesteuerten Bio-Produktion.

Die moderne Gentherapie in der klinischen Anwendung scheint ein schwieriges Feld für Unternehmen zu sein. Nach einem Rückzug in mehreren Feldern der US-amerikanischen Pfizer Inc. musste sich der Gentherapie-Pionier bluebird bio nun gerade aufkaufen lassen, um noch einen Rest an Aktivität aufrechterhalten zu können. Während sich auch CDMOs aus dem Feld zurückziehen oder damit liebäugeln, hat man noch vor der Wahl eine deutsche nationale Strategie gefordert. Treffen die Marktrealitäten in den USA auch die – reichlich verspäteten – Ambitionen in Deutschland?

Die Rentschler Biopharma SE macht eine strategische Kehrtwende. Das Auftragsentwicklungsunternehmen für Biopharmazeutika (CDMO) mit Hauptsitz in Laupheim zieht sich komplett aus der Zell- und Gentherapie zurück und stellt die damit verknüpften Aktivitäten am Standort Stevenage, Großbritannien, ein. Die Marktbedingungen sowie das wachsende Kundeninteresse an traditionellen biopharmazeutischen Produkten hätten zu dieser Entscheidung geführt.

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