Industrielle Zelltechnologie
Als mit der Gründung der Firma Genentech das Biotechnologie-Zeitalter in den USA anbrach, hatten die Forscher eines im Sinn: Zellen zu nutzen, um Wirkstoffe zu produzieren. Gut dreißig Jahre später geht es darum, komplexere Aufgaben zu bewältigen.
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Foto: Sebastian Kaulitzki, fotolia.de
Pseudocolorierte Chromosomen
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Neben der DNA, ist es das Methylom, das im Human Epigenome Project untersucht wird. Bei den laufenden Untersuchungen des Internationalen Krebsgenomprojektes, an dem auch deutsche Gruppen mitwirken, geht es neben genomischen Aberrationen auch um mRNA- und miRNA-Expression, die Untersuchung struktureller Aberrationen und vieles mehr. Den ersten Nutzen des rasant billiger werdenden Next-Generation-Sequencings versprechen sich Leukämie-Experten, die die individuellen krebsinitiierenden Mutationen in aktiv transkribierten Genen aufgespürt haben, von der sequenzierungsbasierten Verlaufskontrolle Längst eingezogen in die Patientenstratifizierung vor der Behandlung von Krebspatienten mit Biologika ist die Ermittlung des Mutationsstatus und des damit verbunden Therapieansprechens. Um den immensen Technologiefortschritt nach der Einführung der ultraschnellen Sequenzierung, die rasch über die DNA-Analyse hinausgewachsen ist, geht es in dieser Themenausgabe von LABORWELT.
Damit sich der Blick jedoch nicht zu starr auf die Nukleinsäureebene richtet, stellen wir Ihnen auch Werkzeuge zur anspruchsvolleren Funktionsanalyse vor, wie sie etwa ein in Gründung befindliches Spin-off der Universität Jena entwickelt hat, oder eine Technologie, mit der sich jedes x-beliebige Tier mit Knock-in- und Knock-out-Mutationen designen lässt - zur Funktionsvalidierung in vivo. Gerade diesem Feld wäre eine Publikationswelle zu wünschen, wie sie die Next-Generation-Sequencer sie bereits aktuell auslösen.
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Heft 2/2011
