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Einführung

Neue Diagnostik: mehr als PR?

Noch liegen die Anwendungen von Next-Generation-Sequenziermaschinen vor allem in der molekular orientierten Forschung. Doch deuten immer mehr wissenschaftliche Publikationen auch auf potentielle Anwendungen an der Schnittstelle zur Medizin.

Allerdings stehen die beteiligten Unternehmen vor riesigen Herausforderungen, wenn sie ernsthaft den großen Diagnostikmarkt in ihre Überlegungen einbeziehen wollen. Gilt es doch, die Systeme narrensicher anwendbar für eine Anwendergruppe in Diagnostik-Großlabors zu machen, die bei weitem nicht über die wissenschaftliche Expertise der Anwender in Forschungslabors verfügt. Dazu kommen haftungsrechtliche Fragen, die schnell teuer werden können, etwa wenn ein Test vom Markt genommen werden muss, sowie hohe Zulassungskosten in den USA. Kurz: Man prüft, angesichts des großen Marktversprechens, ob sich das rechnen kann.

Professionelle Anbieter von Marktabschätzungen, wie etwa Datamonitor, glauben daran und prognostizieren dem Next-Generation Sequencing „signifikante Marktchancen in den Zukunftsfeldern Frühdiagnose, Patientenstratifizierung und Personalisierte Medizin“ ohne diese jedoch zu beziffern. Erste Serviceanbieter, wie die Frankfurter bio.logis GmbH oder die GATC Biotech-Tochter LifeCodexx AG in Konstanz nutzen bereits die Sequenzer für molekulardiagnostische Dienstleistungen. Zwischen den Anbietern der NGS-Plattformen ist angesichts der zukunftsweisenden Anwendungen der Technologie ein heftiger Wettbewerb entbrannt, der die Kosten drückt und die Technologieentwicklung beschleunigt. Neben der Werbung für das eigene Produkt steht daher dessen stete Fortentwicklung im Fokus.

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Heft 4/2011

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