Neue Biomarker: Prinzip Hoffnung
Um Biomarker und Biobanken als Probenlieferanten für die Biomarkerforschung gibt es derzeit einen regelrechten Hype.
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Biomarker als Grundlage von Companion Diagnostics werden immer wichtiger, um die Patienten zu identifizieren, denen eine Behandlung mit einer gezielten Therapie nutzt.
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Arzneimittelentwicklern versprechen sie bessere Chancen, die Patientengruppe auszuwählen, bei denen eine gezielte Therapie wirkt. Zusätzlich liefern sie gute Argumente für die harten Preisverhandlungen mit den Kostenträgern der nationalen Gesundheitssysteme – Stichwort: Personalisierte, oder besser: stratifizierte Medizin. Der Beweis, dass die meisten biologischen Phänomene sich mit Surrogatmarkern hinreichend exakt beschreiben lassen, steht indes aus. Biologische Prozesse laufen oft nach dem Muster: Stopft man ein Loch, so strömt es umso stärker aus einem anderen heraus. Doch trotzdem hat eine Welle an teuren Großprojekten auch die Forschung ergriffen. Was reizt, ist das Versprechen, Einblick in biologische Mechanismen zu erhalten, wenn nur die Probenmenge groß genug ist, um eine Korrelation zu erhalten. Allein die Mitgliedschaft in einem Großkonsortium stellt hochrangige Publikationen in Aussicht.
Tatsächlich lässt sich, wenn das Proben- und Datenmaterial stimmt Erstaunliches entdecken, zum Beispiel, dass ein Großteil der Diabetiker weder auf Sport noch Diät anspricht oder dass nur ein Teil der Prädiabetiker mit den signifikantesten Risikofaktoren tatsächlich die Krankheit entwickelt. Biomarker zur Identifikation dieser Subpopulation sind deshalb ein wichtiges Thema im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung.
Die Vielfalt der Ansätze, Biomarker zu finden und zu validieren, ist dabei groß. Einige finden Sie in diesem Heft zum Thema. Neben nicht-invasiven Ansätzen gibt es viele spannende wet-Biology-Projekte , die Anlass zur Hoffnung geben, Phänomene wie die Toxizität künftig besser einschätzen zu können.
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Heft 3/2011
