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Warnhinweis für Homöopathie
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Medizin

Warnhinweis für Homöopathie

02.01.2017 - Die Debatte um Homöopathika tobt seit Jahren, dabei ist die Studienlage eindeutig. Jetzt legt die US-amerikanische Handelsbehörde fest: Homöopathische Medikamente müssen klar als wirkungslos gekennzeichnet sein.

Milliarden von Dollar geben US-Amerikaner jedes Jahr für homöopathische Arzneien aus. Und der Markt wächst jedes Jahr – ein profitables Geschäft für die Hersteller. Doch nun haben sie einen herben Rückschlag erlitten. In Zukunft muss auf den frei verkäuflichen homöopathischen Medikamenten klar vermerkt sein, dass sie nicht funktionieren. Das hat die Federal Trade Commission festgelegt. Sollte es keine aussagekräftigen Studien zur Wirksamkeit der Mittel geben, so müsse ein Warnhinweis aufgedruckt sein. Dieser müsse klar machen, dass es „keine wissenschaftlichen Beweise gibt, dass das Produkt funktioniert“, so die FTC. 

Die Homöopathie basiert auf dem vor 200 Jahren vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“. Gegen Fieber werden demnach fiebertreibende Wirkstoffe eingesetzt, allerdings in einer starken Verdünnung. „Viele homöopathische Produkte sind so weit verdünnt, dass die initiale Substanz nicht mehr messbar ist“, so die FTC. „Grundsätzlich basieren homöopathische Wirksamkeitsbehauptungen nicht auf modernen wissenschaftlichen Methoden. Moderne Mediziner erkennen sie nicht an.”

Es gäbe keinen Grund, freiverkäufliche homöopathische Mittel anders zu behandeln als andere Gesundheitsprodukte, betont die Handelskommission. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA lässt dagegen zahlreiche Ausnahmen für homöopathische Heilmittel zu. So müssen sie nicht durch das langwierige Verfahren zugelassen werden wie reguläre Medikamente und auch kein Verfallsdatum angeben. Ob das neue Label die Homöopathie-Anhänger vom Kauf abhält, bleibt abzuwarten.

Auch in Deutschland schwelt die Debatte um Homöopathie seit Jahren. Viele Kassen übernehmen die Kosten für homöopathische Medikamente – ein Unding, findet z.B. Josef Hecken, der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), des obersten Beschlussgremiums der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Hecken forderte erst letztes Jahr, dass Heilmethoden, deren Wirksamkeit nicht hinreichend belegt ist, nicht länger über die gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden dürfen, auch die homöopathische nicht. Im Jahr zuvor hatte eine umfangreiche Metastudie von australischen Forschern keinerlei Beleg für die Wirksamkeit der Homöopathika gefunden.

© laborwelt.de/um

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2017/warnhinweis-fuer-homoeopathie.html

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