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Kleine Männer neigen zur Glatze
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Genetik

Kleine Männer neigen zur Glatze

13.03.2017 - Von Napoleon bis Danny DeVito: dass die Glatze oft mit geringer Körpergröße einhergeht könnte alles andere als ein Zufall sein. Bonner Genetiker fanden einen Zusammenhang in den Genen kahlköpfiger Männer.

Mancher Mann bekommt schon mit 20 Geheimratsecken, während der andere mit 70 noch eine volle Mähne zur Schau trägt. Forscher der Universität Bonn fanden nun heraus, dass Männer mit frühzeitigem Haarausfall oft bestimmte Körpermerkmale gemein haben. So sind sie häufiger von kleiner Statur und begannen früh mit der Pubertät. Auch verschiedene Krebserkrankungen tauchen bei ihnen öfter auf. Für ihre Studie untersuchten die Forscher die DNA von 11.000 Männern mit Glatze und 12.000 ohne Haarausfall aus sieben verschiedenen Ländern. Ihr Ergebnisse publizierten sie im Fachmagazin Nature Communications.

„Wir konnten so 63 Änderungen im menschlichen Genom identifizieren, die das Risiko für frühzeitigen Haarausfall erhöhen“, erklärt Humangenetikerin Stefanie Heilmann-Heimbach, eine der leitenden Autorinnen der internationalen Studie. „Einige dieser Änderungen wurden auch im Zusammenhang mit anderen Merkmalen und Erkrankungen gefunden, zum Beispiel einer verminderten Körpergröße, einem früheren Eintritt in die Pubertät und verschiedenen Krebserkrankungen.“ So bestätigen die genetischen Befunde auch den Zusammenhang zwischen Haarausfall und einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs. Sorgen müssten sich kahlköpfige Männer aber nicht machen – die Risiken für Krankheiten seien nur geringfügig erhöht, so die Forscher.

„Darüber hinaus haben wir Verbindungen [von vorzeitigem Haarausfall] zu heller Hautfarbe und erhöhter Knochendichte gefunden“, ergänzt Markus Nöthen, Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Bonn. „Diese könnten darauf hindeuten, dass Männer mit Haarausfall Sonnenlicht besser zur Vitamin D-Synthese nutzen können. Sie könnten auch erklären, warum vor allem weiße Männer frühzeitig ihre Haare verlieren.“

Die Wissenschaftler wollen nun analysieren, welche molekularen Mechanismen den gefundenen Zusammenhängen zugrundeliegen. 

© laborwelt.de/um

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2017/kleine-maenner-neigen-zur-glatze.html

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