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Kinder lassen länger leben
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Big Data

Kinder lassen länger leben

20.03.2017 - Kinder bedeuten Sorgen, wenig Schlaf und ein leeres Portemonnaie. Doch das alles zahlt sich im Alter aus – schon ein Kind lässt die Lebenserwartung steigen. Wie schwedische Forscher berichten, profitieren besonders unverheiratete Väter.

So mancher frischgebackene Vater verzweifelt an den vollen Windeln seines Nachwuchses, und so manche Mutter bekommt weiße Haare aus Sorge um Tochter und Sohn. Doch auch wenn Eltern dank schlafloser Nächte und Sorgenfalten alt aussehen mögen, so lohnt es sich doch für sie. Wie ein Team von Umweltmedizinern am Karolinska Institut herausfand, ist die Elternschaft mit einer längeren Lebensdauer verknüpft. Für ihre Studie, veröffentlicht im Journal of Epidemiology & Community Health, werteten sie die Daten aller Schweden aus, die zwischen 1911 und 1925 geboren wurden und heute noch in Schweden wohnen – immerhin fast anderthalb Millionen Menschen. Mit klarem Ergebnis: „Im Alter von 60 war die Lebenserwartung für Väter fast zwei Jahre höher und die von Müttern anderthalb Jahre“, so die Forscher in einer Meldung.

Mit zunehmendem Alter stieg der Zusammenhang weiter an: Mit 80 Jahren konnten sich kinderlose Männer noch auf 7 weitere Jahre freuen – Väter jedoch auf ein gutes halbes Jahr mehr (7,7 Jahre). Mütter hatten in diesem Alter noch etwas mehr als sieben Monate mehr vor sich (8,9 zu 9,5 Jahre). Noch mehr als der Durchschnitt profitierten Unverheiratete. Das Geschlecht des Kindes hatte dagegen keinen Einfluss auf die Lebenserwartung der Eltern. 

Die Umweltmediziner konnten für ihre Forschung auf die Register zurückgreifen, die in Schweden – wie in anderen skandinavischen Ländern auch – persönliche Daten der Bevölkerung enthalten. 

Auch zu den Gründen haben die Wissenschaftler eine These: die fehlende soziale Einbettung bei Kinderlosen. Gerade am Ende des Lebens würde die soziale Unterstützung durch Kinder stärker ins Gewicht fallen, so die Forscher.

© laborwelt.de/um

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2017/kinderlose-sterben-frueher.html

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