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Frische Tomaten für Weltraumfahrer
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Raumfahrt

Frische Tomaten für Weltraumfahrer

01.02.2017 - Astronauten dürfen nicht wählerisch sein: Im Weltall gibt es Essen nur aus der Tube. Doch demnächst könnte frisches Gemüse auf dem kosmischen Speiseplan stehen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will in diesem Jahr mit der Tomatenzucht im All beginnen.

Tomaten im All züchten – klingt utopisch! Doch diese außerirdische Mission steht im Zentrum eines Projektes, an dem Forscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt derzeit arbeiten. Die Vorbereitungen für die Mission Eu:Cropis (Euglena and Combined Regenerative Organic-Food Production in Space) laufen auf Hochtouren. Noch in diesem Jahr wollen die Wissenschaftler einen Satelliten mit Tomatensamen in das Weltall schicken.

Dabei geht es um ein komplexes System zur Nahrungsmittelproduktion, das sich selbst erneuert und ein Wachstum der Gemüsepflanze unter Bedingungen, wie sie auf Mars und Mond herrschen, ermöglichen soll. Die Wissenschaftler setzen dabei auf die Hilfe von Bakterien und der einzelligen Alge Euglena gracilis, um die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Diese Nährstoffe stammen dabei aus künstlichem Urin. Mithilfe von Bakterien soll der darin enthaltene giftige Ammoniak zunächst in Nitrit und schließlich in den Pflanzendünger Nitrat verwandelt werden, damit Früchte wachsen und so neue Samen entstehen können.

Tomatensamen sind dabei nicht die ersten ungewöhnlichen Passagiere, die zum Härtetest ins All geschickt werden. DNA-Proben und Algen waren bereits Gast auf der Internationalen Raumstation ISS und haben den Kälteschock erfolgreich überstanden. In diesem Fall nutzen die Forscher jedoch eine andere Mitfahrgelegenheit. Der Grund: Die ISS kann nicht in die notwendige Rotation von Mars und Mond versetzt werden. Am DLR in Bremen entsteht daher ein 250 Kilogramm leichter Satellit, der während des Flugs in rund 600 Kilometern Höhe um seine Längsachse rotiert und so die unterschiedliche Schwerkraft simuliert. Mit dem Satelliten sollen zwei Gewächshäuser simuliert werden, in denen Tomatensamen unter Mond- oder Marsbedingungen jeweils sechs Monate wachsen sollen. Beide Gewächshäuser befinden sich dabei in einem speziellen, aus Kohlenstofffaserverbund-Komponenten gefertigten Drucktank, der konstant einen Innendruck von einem Bar aufrechterhält. 16 kleine Kameras werden dabei das Wachstum der Tomatenpflanzen dokumentieren. Sollte das Experiment gelingen, soll die frische Kost den Speiseplan der Astronauten künftig ergänzen.

© laborwelt.de/bb

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2017/frische-tomaten-aus-dem-all.html

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