Nachrichten

Todesfall bei Studie untersucht
Bild vergrößern

Klinische Studie

Todesfall bei Studie untersucht

08.02.2016 - Warum starb ein Mann bei einer klinischen Studie? Das französische Gesundheitsministerium untersucht den Vorfall. Das erste Fazit: Das Forschungsinstitut hat zu langsam reagiert.

Bei einem Medikamententest in Frankreich war im Januar ein Proband ums Leben gekommen (http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2016-01/tod-beim-arzneimitteltest.html). Fünf weitere Personen mussten zeitweise im Krankenhaus behandelt werden. Doch wie konnte es soweit kommen?  Der vorläufige Bericht der Generalinspektion für soziale Angelegenheiten (http://www.igas.gouv.fr/IMG/pdf/2016-012N_note.pdf) bleibt in diesem Punkt konkrete Auskünfte schuldig. Jedoch habe das beauftragte Forschungsinstitut Biotrial “eklatante Fehler“ gemacht. Zudem hätten die Studienleiter schneller reagieren müssen, als der erste Proband ins Krankenhaus eingeliefert wurde, der kurz darauf verstarb. Dies erklärte die französische Gesundheitsministerin Marisol Touraine (http://social-sante.gouv.fr/actualites/presse/discours/article/intervention-de-marisol-touraine-conference-de-presse-accident-d-essai-clinique) am Donnerstag. 

Vor allem hätte der Test mit dem Medikament BIA 10-2474 des portugiesischen Entwicklers Bial sofort gestoppt werden müssen. Tatsächlich bekamen einige Testpersonen noch Dosen verabreicht, nachdem der Mann bereits im Krankenhaus lag. Die Probanden hätten außerdem über die Vorkommnisse informiert werden müssen, um selbst entscheiden zu können, ob sie die Tests fortsetzen wollen. Und nicht zuletzt hätte Biotrial sofort die Behörden informieren müssen. Dies geschah erst vier Tage später – viel zu spät, so Touraine.

Eine Schuld Biotrials an den Vorfällen selbst konnte dagegen nicht festgestellt werden. "Die Tests wurden in Übereinstimmung mit geltenden Regularien durchgeführt,” sagte Marisol Touraine. Um seine Zulassung, klinische Studien durchführen zu können, muss sich der französische CRO also vorerst keine Sorgen machen.

Die abschließenden Ergebnisse werden noch bis Ende März auf sich warten lassen. Bis dahin fordert die Ministerin die Labors, die mit klinischen Studien beauftragt sind, zu besonderer Sorgfalt auf. Wird ein Proband ins Krankenhaus eingeliefert, so sei die Studie sofort zu stoppen und die Behörden zu informieren. Darüber hinaus will sie sich nun an die Europäische Kommission wenden, um die freiwilligen Teilnehmer von Medikamentenstudien besser zu beschützen.

© laborwelt.de/um

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2016-01/todesfall-bei-studie-untersucht.html

Neurowissenschaft

24.08.2016 Klar, der Stinkefinger ist eine eindeutige Geste. Mitunter fällt es aber schwer, Situationen in Gut oder Böse einzuordnen. Forscher haben nun entschlüsselt, welche Bereiche im Gehirn helfen, solche Situationen zu meistern.

Sprache

22.08.2016 Schon Neugeborene weinen in ihrer eigenen Sprache. Würzburger Sprachforscher fanden heraus, dass Babys aus China und Kamerun deutlich klangvoller schreien als die Jüngsten in Deutschland.

Infektionen

17.08.2016 Dromedare gelten als Überträger des gefürchteten Mers-Erregers. Nun haben Bonner Virologen in den Tieren auch Spuren eines menschlichen Erkältungserregers entdeckt.

Zoologie

15.08.2016 Mit einer Genomuntersuchung sind Münsteraner Forscher dem Riesengleiter Colugo zu Leibe gerückt und fanden heraus: Mensch und Tier haben sich vor Jahrmillionen einen gemeinsamen Verwandten geteilt.

Sport

10.08.2016 An ihm kommt keiner vorbei: Sprint-Star Usain Bolt ist der schnellste Mann der Welt. Doch was ist sein Geheimnis? Max-Planck-Forscher sind überzeugt, es liegt am Zusammenspiel der Muskelproteine.

Tierwelt

08.08.2016 Wo wohlhabende Menschen wohnen, richten sich auch Insekten und Spinnen ganz besonders gern häuslich ein. Kalifornische Forscher fanden heraus: In reichen Wohnvierteln gibt es mehr Ungeziefer.

Bioökonomie

05.08.2016 Wasserdichte Sachen sind beliebt bei Groß und Klein. Doch die Schutzschicht

besteht aus Chemikalien, die schwer abbaubar sind. Forscher sind nun einer Alternative aus den Proteinen von Pilzen auf der Spur.

Antibiotika

29.07.2016 Unsere Nase bietet einem Bakterium ein Zuhause, das einen antibiotischen Wirkstoff produziert. Der Abwehrstoff kann sogar multiresistente Keime abtöten, berichten Tübinger Forscher.

27.07.2016 Brutzeln meine Würstchen gerade über Esche oder über Tropenholz? Welche Holzart in der Grillkohle steckt, ist beim Kauf oft nicht erkennbar. Nun gibt es eine Technik, die diesem Versteckspiel ein Ende bereitet.

Psychologie

20.07.2016 Freunde finden ist nicht leicht. Bei Mäusen wird die Kontaktaufnahme mit Fremden von einem Botenstoff im Hirn gesteuert, der auch für die Stressbewältigung verantwortlich ist, wie Max-Planck-Forscher herausfanden.

Bild der Woche

Alle Bilder

ADVERTORIAL



Produkt der Woche

Alle Produkte