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Mein digitales Laborbuch
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Mein digitales Laborbuch

17.10.2013 - Kommt bald das Laborbuch 2.0? Ein Berliner Start-up hat für seine Software „Labfolder" nun ordentlich Geld bei Investoren gesammelt.

Wer im Labor arbeitet, der füllt sie (hoffentlich) akribisch – und in Schönschrift: seine Laborbücher. Doch wer findet die Papierkladden in der Ära von Smartphone, Tablet und Co. eigentlich nicht etwas aus der Zeit gefallen? Die beiden promovierten Forscher Simon Bungers und Florian Hauer wollen gemeinsam mit dem Software-Spezialisten Mathias Schäffner dem digitalen Laborbuch zum Durchbruch verhelfen. Seit gut einem Jahr tüfteln sie an „Labfolder“, einer Software für die Dokumentation und Planung von Experimenten im Labor. Damals sicherte sich das an der Freien Universität Berlin ausgegründete Start-up eine erste Förderung durch das Exist-Gründerstipendium. Ab sofort können nun aber größere Brötchen gebacken werden: Drei Investoren stecken insgesamt einen hohen sechsstelligen Betrag in das Projekt. Zu ihnen gehören die Berliner IBB Beteiligungsgesellschaft, die im Juli dieses Jahres gegründete Vogel Ventures GmbH aus Berlin und der Business Angel Jan Bohl. Der Investor ist ein bunter Hund in der Szene, der bereits in Soundcloud, Simfy und antibodies-online investiert hat.

Bohl gibt auch eine Richtung vor, in die sich Labfolder entwickeln könnte: „Die USA sind einer der größten Forschungsmärkte der Welt. Hier sehe ich für Labfolder ein enormes Vertriebspotential.“ Von derzeit sechs Mitarbeitern soll die Truppe bis Ende des Jahres auf zehn und 2014 auf fünfzehn Mitarbeiter anwachsen. Gesucht werden vor allem Software-Entwickler, damit das momentan als Beta-Version verfügbare Produkt möglichst schnell zur Marktreife gebracht werden kann. Chef Simon Bungers rührt kräftig die Werbetrommel: „Labfolder wird das Betriebssystem für die Laborforschung werden. – All die brillanten Köpfe an den Instituten, Universitäten und in forschenden Unternehmen, die jeden Tag mit Hightech Geräten komplexeste Aufgaben lösen, haben mehr verdient als Papierkrieg und Software, die nicht ihren Ansprüchen genügt.“ 

© laborwelt.de/ml

Anmerkung der Redaktion:
In einer früheren Version dieses Artikels wurde geschrieben, das Führen eines Laborbuches sei gesetzliche Pflicht. Das stimmt allerdings nur bedingt. Es können durchaus Aufzeichnungspflichten im Rahmen der Gefahrstoffverordnung oder der Biostoffverordnung bestehen. Laut Gentechnik-Aufzeichnungsverordnung (GenTAufzV) müssen z.B. Standardarbeiten in einem S1-Labor dokumentiert werden – besispielsweise in Form eines Laborbuches. Genügen sie den gesetzlichen Anforderungen, sind allerdings auch elektronische Aufzeichnungen durch die GenTAufzV explizit zugelassen. 

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2013-04/mein-digitales-laborbuch.html

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