Nachrichten

US-Erfolg: 100% künstliches EPO
Bild vergrößern

Medizin

US-Erfolg: 100% künstliches EPO

19.10.2012 - Amerikanischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen, EPO komplett künstlich herzustellen.

Gute Nachrichten für Dialysepatienten und Radsportler: Nach zehnjähriger Forschung ist es amerikanischen Wissenschaftlern erstmals gelungen, das Hormon Erythropoietin (EPO) komplett im Labor zu synthetisieren. EPO wird in der Niere gebildet und sorgt dafür, dass sich die blutbildenden Stammzellen im Knochenmark zu Erythrozyten weiterentwickeln, den roten Blutkörperchen, die auch den Sauerstofftransport im Körper verantworten. EPO ist deshalb ein beliebtes Dopingmittel, da es den Sauerstoffgehalt im Körper und damit verbunden die Leistungsfähigkeit erhöht. Eigentlich wird das Hormon jedoch für Dialyse- und Tumorpatienten nach aggressiven Chemotherapien verwendet, um die Blutbildung zu unterstützen. Der Wirkstoff musste bisher biotechnologisch mit Hilfe von Enzymen gewonnen werden. 

Das Team um Samuel Danishelfsky am Sloan-Kettering Institute for Cancer Research in New York hat jetzt einen Weg gefunden, Epo komplett zu synthetisieren. EPO besteht aus einem Proteinteil, der vier Kohlenhydrat-Domänen trägt. Der Protein-Teil ist immer der gleiche, auch die Stellen, an denen die Kohlenhydrat-Domänen hängen, sind konstant. In natürlichem EPO findet man jedoch eine breite Varianz verschiedener Kohlenhydrat-Domänen. Bisher war es nicht möglich, EPO als einheitliches Molekül rein zu gewinnen. Die Forscher um Danishelfsky entwickelten eine neue Synthesestrategie, mit der sie "Wildtyp"-EPO in Reinform zugänglich machen konnten. Das synthetische Erythropoietin weist die natürliche Aminosäuresequenz und vier Kohlenhydrat-Domänen mit genau definierter Struktur auf. Mit dieser Strategie lassen sich viele unterschiedliche Versionen des Moleküls mit verschiedenen Kohlenhydrat-Domänen herstellen und so deren Wirkung bei der Bildung von Blutzellen miteinander vergleichen. Versuche mit Stammzellen zeigten: Nicht anders als die natürliche Sorte regt das Synthese-EPO Stammzellen dazu an, zu roten Blutkörperchen zu differenzieren.

© laborwelt.de/ck

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q4/us-erfolg-100-kuenstliches-epo.html

Neurobiologie

29.10.2014 Das Navi ist auf Reisen ein treuer Gehilfe. Auch die Vorläufer unserer

Nervenzellen finden ohne einen Lotsen nicht das Ziel, wie deutsche Forscher nun zeigen.

Transplantationsmedizin

27.10.2014 Das Herz stand minutenlang still – nun schlägt es wieder in einem anderem Körper. In Australien haben Chirurgen zum ersten Mal ein Herz transplantiert, das bereits zu schlagen aufgehört hatte.

Reproduktionsmedizin

24.10.2014 Haben Fleischesser bessere Chancen auf Nachwuchs? Laut einer US-Studie soll vegetarische Kost die Spermienanzahl verringern. Zudem sind Samenzellen weniger aktiv.

Regenerative Medizin

23.10.2014 Mit einer spektakulären Methode haben US-Forscher einem Gelähmten zum Laufen verholfen. Dafür mussten sie Zellen aus seiner Nase entnehmen und in sein Rückenmark verpflanzen.

Ernährung

22.10.2014 Auch kein Fan von Rosenkohl oder Grapefruit? Bittere Kost schmeckt nicht jedem. Dass auch Hühner Bitteres erschmecken können, zeigen nun deutsche Forscher.

Paläontologie

20.10.2014 Gibt es Sex schon viel länger als bisher angenommen? Laut australischen Forschern haben sich Fische schon vor 400 Millionen Jahren geschlechtlich fortgepflanzt.

Reproduktionsmedizin

16.10.2014 Kind oder Karriere? Apple und Facebook wollen ihren Angestellten diese Entscheidung nun erleichtern: Die Konzerne zahlen rund 16.000 Euro an Mitarbeiterinnen, die ihre Eizellen einfrieren lassen.

Zoologie

15.10.2014 Neugeborene werden normalerweise von ihrer Mutter liebevoll umsorgt. Doch manche Mütter vernachlässigen ihre Kinder. Ein Grund: eine hormonelle Signalstörung im Gehirn bei zu viel Stress.

Molekulardiagnostik

13.10.2014 500 Flaschen Bier trinkt jeder Deutsche im Jahr. Doch schon in der Brauerei kann es zu Verunreinigungen mit Bakterien kommen. Ein US-Startup kann nun kontaminiertes Bier in Rekordzeit erkennen.

Chemie-Nobelpreis

08.10.2014 Stefan Hell ist näher dran an Zellen als es je für möglich gehalten wurde. Der Göttinger Forscher und Spezialist für hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie wurde nun mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet.

Whitepaper

Biotechnologie.tv

Alle Videos

Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder