Nachrichten

Quetschtest für Krebszellen
Bild vergrößern

Technologie

Quetschtest für Krebszellen

11.10.2012 - Das Knautschen von Krebszellen verrät deren Angriffslust. Elastische Krebszellen sind gefährlicher als steife.

Die Frage, ob ein Tumorherd beherrschbar oder im Gegenteil höchst invasiv ist, lässt sich in Zukunft vielleicht schon mit einem relativ simplen Test beantworten. Am Beispiel von Eierstockkrebszellen zeigten Todd Sulchek und Wenwei Xu vom Georgia Institute of Technology in Atlanta (USA), dass eine einzige biomechanische Eigenschaft bereits wertvolle Hinweise auf die Gefährlichkeit des Tumors gibt. Es handelt sich dabei um die Steifheit der Zellen: Metastasierende Tumore bestehen aus weichen Zellen, während jene, die eher selten neue Tumorherde im Körper bilden, relativ steif sind. Für die Studie wurden Eierstock-Zellen verschiedener Zelllinien mit einem Rasterkraftmikroskop (engl. atomic force microscope, AFM) untersucht. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse am 4. Oktober im Fachjournal PLoS One.  

Die optimale Behandlung eines Krebspatienten hängt entscheidend von der Fähigkeit eines Tumors ab, Metastasen zu bilden. Daher ist die Suche nach aussagekräftigen Biomarkern enorm wichtig. Den Zusammenhang zwischen der Steifheit der Zellen und ihrem Potenzial, neue Tumorherde zu bilden, erklärt Sulchek wie folgt: „Um sich im Körper zu verbreiten, müssen metastasierende Zellen in den Blutstrom gelangen. Sie müssen daher äußerst weich und verformbar sein, damit sie sich zum Beispiel durch die Endothelzellen der Blutgefäße quetschen können.“ Jetzt wollen die Forscher auch die Elastizität der Zellen anderer Krebsarten testen. Sie hoffen, dass der Quetschtest zu einem schnellen und kostengünstigen Universalbiomarker für die gesamte Krebsforschung wird.

© laborwelt.de/ml

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q4/quetschtest-fuer-krebszellen.html

Impfstoffe

31.07.2015 Ist das die neue Wunderwaffe im Kampf gegen Ebola? Erstmals hat ein experimenteller Impfstoff zu 100% vor der Ansteckung mit der Seuche geschützt.

Forschung

29.07.2015 Wer süchtig nach Heroin ist, kommt nur schwer wieder von der Droge los. Das Stresshormon Cortisol könnte allerdings beim Entzug helfen, wie nun Baseler Forscher zeigen.

Genetik

27.07.2015 Ein Genie in Mathe, aber in Englisch eine Null? Sehr unwahrscheinlich, sagen britische Forscher. Sie fanden heraus, dass die gleichen Gene für die schulischen Erfolge in fast allen Fächern zuständig sind.

Lebensmittel

24.07.2015 Bisher sind fünf Geschmacksrichtungen bekannt: salzig, süß, sauer, bitter und umami. Nun könnte eine sechste hinzukommen: Fett.

Medizin

22.07.2015 Es klingt wie ein Wunder: Obwohl eine HIV-positive Frau seit Jahren keine Medikamente bekommt, lebt sie vollkommen ohne Symptome.

Medizin

20.07.2015 Ärzte waren alarmiert: Seit 1998 ist die Zahl für Erkrankungen mit der Bakterienart emm89 stark angestiegen. Verantwortlich dafür ist anscheinend ein neuer Streptokokken-Subtyp, der besonders viele Giftstoffe bildet – so britische Forscher.

Genetik

16.07.2015 Spitzmaulnashörner sind beliebt – leider vor allem als Trophäe. Gerade einmal 5.000 der Dickhäuter sind heute übrig. Nun soll das Genom der vom Aussterben bedrohten Tierart sequenziert werden – das Geld dafür kam über Crowdfunding zusammen.

Immunologie

15.07.2015 Hygiene ist gut. Übertriebene Sauberkeit fördert allerdings Allergien. Forscher fanden nun heraus: Auch unsere Mikroben im Darm spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Neurologie

13.07.2015 Drei Affen steuern zusammen die Bewegung eines einzigen Armes. Möglich macht das ein umstrittenes Experiment eines US-Forschers: Die Gehirne der Affen sind untereinander vernetzt.

Neurobiologie

09.07.2015 Wenn Kinder in frühen Jahren taub werden, ist oft ein fehlerhaftes Gen schuld. Eine Studie an Mäusen zeigt, wie eine Gentherapie im Ohr die Hörkraft wiederherstellt.

Biotechnologie.tv

Alle Videos



Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder