Nachrichten

Herzmediziner unter Verdacht
Bild vergrößern

Stammzellforschung

Herzmediziner unter Verdacht

05.12.2012 - Die Uni Düsseldorf nimmt sich den Kardiologen Bodo-Eckehard Strauer vor. Zuvor wurden an spektakulären Eingriffen mit Stammzellen Zweifel laut.

Die Experimente wurden vor mehr als zehn Jahren durchgeführt und der verantwortliche Professor ist schon längst im Ruhestand. Dass die Universität Düsseldorf nun eine Expertenkommission zur Untersuchung eines möglichen Fehlverhaltens des Kardiologen Bodo-Eckehard Strauer eingesetzt hat, wirbelt trotzdem Staub auf. Denn es geht um ein Forschungsfeld, in das viele Hoffnungen gesetzt werden. 2001 hatte Strauer zum ersten Mal einen Herzinfarktpatienten mit Stammzellen aus dessen Knochenmark behandelt. Für die regenerative Medizin galt dies als Achtungserfolg, da ethisch unproblematischere adulte statt der umstrittenen embryonalen Stammzellen  zum Einsatz kamen. Das Universitätsklinikum Düsseldorf bestätigte nun nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung, dass „Anhaltspunkte auf ein mögliches wissenschaftliches Fehlverhalten“ vorlägen. „Von außen sind Hinweise auf mögliche Manipulationen der Stammzellstudien eingegangen. Erste intern ermittelte Daten haben uns dann veranlasst, eine Expertenkommission zur weiteren Untersuchung des Sachverhaltes einzusetzen“, so eine Sprecherin der Uniklinik in der SZ.

Bei den fraglichen Versuchen wurden Herzinfarktpatienten zunächst Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen. Diese wurden dann direkt in die betroffene Arterie gespritzt. Drei Monate nach der Behandlung hatte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe  die Infarktregion deutlich verkleinert und auch die Blutgefäßwände gewannen deutlich an Beweglichkeit zurück. Diese Form der Stammzelltherapie wird weiterhin erforscht. Erste klinische Studien an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main verliefen positiv. Derzeit läuft an der Universität Rostock eine multizentrische Phase III-Studie, deren Ergebnisse Ende 2013 erwartet werden. Egal zu welchem Schluss die Expertenkommission in der Causa Strauer kommt – spätestens mit den Ergebnissen der Zulassungsstudie wird klar werden, ob die Injektion der körpereigenen Stammzellen in die Blutgefäße der Herzinfarktpatienten wirklich messbare Verbesserungen bringt. 

© laborwelt.de/ml

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q4/herzmediziner-unter-verdacht.html

27.02.2015 Kopf ab und neuen Körper dran? Ein italienischer Forscher sorgt für Aufsehen: Der Neurowissenschaftler beschreibt, wie er schon in zwei Jahren eine Kopftransplantation durchführen könnte.

25.02.2015 Ein Muliorganchip könnte bald Tierversuche überflüssig machen. Über den Entwicklungsstand des Mini-Menschen in Smartphone-Größe informierten

die Forscher jetzt bei einem Treffen in Berlin.

Neurobiologie

23.02.2015 Für Heißhunger-Attacken nach dem Kiffen haben Leipziger Forscher nun einen Grund gefunden: Schuld sind offenbar Cannaboide, die appetitdrosselnde Gehirnzellen kurzerhand umpolen.

Regenerative Medizin

18.02.2015 Bei Gelatine denken viele nur an Wackelpudding. Doch Biomaterialforscher haben aus Gelatine ein 3D-Gerüst hergestellt, mit dem Knochendefekte schneller verheilen.

Ernährung

16.02.2015 Kaffee schwächt die Nerven, macht Dich schwach und krank? Von wegen! Offenbar kann der Konsum von Kaffee sogar die DNA intakt halten.

Wettbewerb

12.02.2015 Einen Ohrwurm von Elvis Presley, Robin Ticke oder Lorde als Laborversion? Bei dem Lab Grammys wurden wieder die besten Labor-Musikvideos gekürt. Dieses Jahr ganz oben auf dem Treppchen: die abgewandelte Version eines Disney-Songs.

Mikrobiologie

11.02.2015 Dieser erste Platz ist wirklich verdient: Das Knöllchenbakterium Rhizobium ist zur Mikrobe des Jahres gekürt worden. Die Winzlinge sorgen dafür, dass Bohnen, Erbsen und Linsen natürlich gedüngt werden.

Mikrobiologie

09.02.2015 Zwischen Spinnern und Betrunkenen ist so manche Fahrt in der New Yorker Metro keine angenehme Erfahrung. Für Sauberkeitsfanatiker gibt es nun einen Grund mehr die U-Bahn zu meiden: Hunderte Bakterien, Viren und Pilze sind bei jeder Fahrt als Schwarzfahrer mit an Bord.

Technologie

05.02.2015 Ein Blutstropfen genügt und das Smartphone erkennt, ob der Nutzer HIV oder Syphilis hat. Das nur 34 US-Dollar teure Smartphone-Gadget haben nun US-Forscher vorgestellt.

Regenerative Medizin

04.02.2015 Reißfest und trotzdem sehr elastisch: Nicht nur Spiderman weiß die Vorteile von Spinnfäden zu schätzen. Erstmals kommen Spinnenseideproteine nun im 3D-Druck zum Einsatz.

Biotechnologie.tv

Alle Videos

Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder