Nachrichten

Appell der Nobelpreisträger
Bild vergrößern

Forschungspolitik

Appell der Nobelpreisträger

25.10.2012 - Politiker – hört die Signale! 42 Nobelpreisträger ermahnen Europas Regierungschefs. Sie warnen vor Kürzungen des EU-Forschungsbudgets.

Kommt der Ausbau der europäischen Forschung? Oder wird er in letzter Sekunde gehörig gestutzt oder gar abgeblasen? 42 Nobelpreisträger und 5 Träger der Fields-Medaille – einem renommierten Preis für Leistungen auf dem Gebiet der Mathematik – glauben nicht an die veranschlagte Budgeterhöhung für den Zeitraum 2014 bis 2020. Sie appellieren in einem offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs Europas, den bisherigen Finanzplan für das nächste Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ wie geplant umzusetzen. Das mittlerweile 8. Programm sieht ein Budget von 80 Milliarden Euro vor – stolze 30 Milliarden mehr als für den laufenden Zeitrahmen. Spitzenforscher fürchten, dass viele Politiker aufgrund der Finanzkrise nur zu gern bei diesem Posten den roten Stift ansetzen würden. Das sei aber zu kurz gedacht, denn das im Jahr 2000 formulierte Ziel, Europa zur „wettbewerbsfähigsten, wissensbasierten Wirtschaftsregion der Welt“ zu machen, ist noch lange nicht erreicht, so die Forscher in ihrem Brief.

Eine parallel gestartete Onlinepetition zur Unterstützung des offenen Briefes unterzeichnen derzeit stündlich mehr als 1.000 Menschen, Tendenz steigend. Kern von „Horizon 2020“ ist die Ausweitung des wichtigsten Finanzierungsinstrumentes, des Europäischen Forschungsrates ERC (European Research Council). Sein Budget soll von 7,5 Milliarden auf 13 Milliarden nahezu verdoppelt werden. Die Verfasser des Briefes fürchten, dass vor allem hier Einsparungen erfolgen könnten und weisen daher nachdrücklich auf seine Bedeutung hin: „Der ERC hat in bemerkenswert kurzer Zeit globale Anerkennung erfahren. Er finanziert die besten Forscher in ganz Europa unabhängig von ihrer Nationalität: exzellente Forscher, exzellente Projekte. Somit bietet er eine unschätzbar wertvolle Ergänzung zu den nationalen Förderstrukturen für die Grundlagenforschung an.“ Die Budgetverhandlungen stehen am 22. und 23. November in Brüssel auf der Tagesordnung.

© laborwelt.de/ml

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q4/appell-der-nobelpreistraeger.html

Publikationen

30.03.2015 Der Fachverlag BioMed Central hat 43 Veröffentlichungen zurückgezogen. In allen Publikationen sollen die Expertengutachten gefälscht worden sein.

Optogenetik

27.03.2015 Hat die blaue Wunderpille bald ausgedient? Schweizer Forscher können mit einer Injektion in den Penis und blauem Licht wie auf Knopfdruck Erektionen hervorrufen.  

Pflanzenforschung

25.03.2015 Ob bei Husten oder Epilepsie: Viele Leute schwören auf Naturheilmittel. Der Wirkstoff einer afrikanischen Pflanze soll sogar Nierenkrebs heilen.

Neurologie

23.03.2015 Gegen Egoismus gibt es keine Arznei – oder doch? US-Forscher haben eine Pille entdeckt, die Egozentriker zu fairen Menschen machen kann.

Ernährung

20.03.2015 Länger gestillte Kinder erzielen Jahre später ein besseres Gehalt. Außerdem sind ihre IQ-Werte besser als die von Kindern, die nur kurz gestillt wurden.

Neurologie

18.03.2015 Das Krebsmittel Epothinol hindert Tumore am Wachsen. Doch das Medikament kann noch mehr: Es heilt verletzte Nervenzellen im Rückenmark, wie eine neue Science-Publikation nun zeigt.

Liebe

16.03.2015 Er liebt mich, er liebt mich nicht. Früher wurden Gänseblümchen befragt, um die Frage nach der Liebe zu klären. Heute kann das ein MRT: Der Gehirnscan zeigt genau, wer verliebt ist und wer nur glaubt, verliebt zu sein.

Kurioses

13.03.2015 Urteil in der skurrilen Masern-Wette: Ein Impfgegner hatte für den Nachweis von Masernviren 100.000 Euro ausgelobt. Ein Arzt lieferte Beweise, doch zahlen wollte sein Wettpartner nicht. Zu Unrecht, wie jetzt ein Gericht entschieden hat.

Technologie

11.03.2015 Es gibt keinen Beweis dafür, dass Handystrahlen Krebs auslösen. Aber harmlos sind sie keinesfalls: Bei bereits bestehenden Tumoren wird das Wachstum deutlich angeregt.

Endokrinologie

09.03.2015 Beim Sport abrackern ist zu anstrengend? Vielleicht ist das bald gar nicht mehr nötig, um in Schuss zu bleiben: Ein neu entdecktes „Fitness-Hormon“ hat den gleichen Effekt wie Sport, sagen Forscher aus Kalifornien.

Kreidezeit

Alle Videos


Benötigen Sie Etiketten, auf die Sie sich verlassen können?

Laborproben sind sehr rauen Bedingungen ausgesetzt. Sie werden in Gefrierschränken und Flüssigstickstoff aufbewahrt, mit aggressiven Chemikalien behandelt, und ihre Behälter werden in Heißwasserbädern erhitzt. Die Wissenschaftler von Brady haben Kennzeichnungsetiketten entwickelt, die sich optimal für diese rauen Bedingungen eignen. ...mehr


Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder