Nachrichten

Würmer bleiben im Weltall jung
Bild vergrößern

Forschung

Würmer bleiben im Weltall jung

09.07.2012 - Ein Weltall-Aufenthalt setzt bei Würmern biologische Prozesse in Gang, die das Altern verlangsamen. Womöglich ändert sich auch deren Lebensdauer.

Japanische Forscher haben herausgefunden, dass ein Aufenthalt im Weltall Alterungsprozesse womöglich deutlich verlangsamt. Dabei beziehen sie sich auf ein simples, biologisches Experiment: Die Molekularbiologen untersuchten Stoffwechsel und Genaktivität von Fadenwürmern der Art C. elegans, die neun Tage auf der Internationalen Raumstation ISS im Orbit kreisten. Im Vergleich zu den Tieren, die am Erdboden geblieben waren, bildeten sich in den Kosmos-Würmern deutlich weniger sogenannte Polyglutamin-Klumpen. Diese Verbindungen sind Alterungs-Biomarker. Aber auch beim Ablesen der Gene zeigten sich deutliche Unterschiede. 48 wurden doppelt so häufig abgelesen, 199 andere Gene hingegen weniger als halb so oft wie unter normalen Bedingungen. In der Zeitschrift Scientific Reports vom 5. Juli zeigen die Wissenschaftler auch, dass sich unter den weniger stark abgelesenen Genen ein paar „Lebensdauer-Gene“ befinden.

Erstautor Yoko Honda interessierten von den über 200 Genen mit veränderter Aktivität einige mehr als andere: „Wir fanden Gene, die eng mit Botenstoffen des Nervensystems und des Stoffwechsels verknüpft sind.“ Sieben dieser Gene wurden auf der Erde genauer analysiert. Mit Hilfe der RNAi-Technologie regulierten die Forscher die sieben Genprodukte jeweils getrennt herunter. Das Resultat: Bei ausnahmslos allen verlängerte sich die Lebensspanne. Umgekehrt heißt das, dass die sieben „Lebensdauer-Gene“ bei normaler Aktivität die Lebensdauer der Würmer begrenzen. Ob die Wirkungen tatsächlich lebensverlängernd sind, muss auf einer längeren Weltraumfahrt untersucht werden. (C. elegans lebt etwa drei Wochen.) Immerhin könnte die veränderte Genaktivität auch noch nicht bekannte Nachteile mit sich bringen. Genauso ist noch ungeklärt, was die eigentliche Ursache dieser Veränderungen ist. Die erhöhte Strahlung im Weltall? Oder vielleicht die Schwerelosigkeit?

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/wuermer-bleiben-im-weltall-jung.html

Ernährung

03.08.2015 Sekt, Bier, Wein und danach noch einen Schnaps? Nach dem Alkohol-Rausch kommt garantiert der Brummschädel. Doch Australische Wissenschaftler haben dagegen jetzt ein Rezept: einen ganz bestimmten Fruchtsaft.

Impfstoffe

31.07.2015 Ist das die neue Wunderwaffe im Kampf gegen Ebola? Erstmals hat ein experimenteller Impfstoff zu 100% vor der Ansteckung mit der Seuche geschützt.

Forschung

29.07.2015 Wer süchtig nach Heroin ist, kommt nur schwer wieder von der Droge los. Das Stresshormon Cortisol könnte allerdings beim Entzug helfen, wie nun Baseler Forscher zeigen.

Genetik

27.07.2015 Ein Genie in Mathe, aber in Englisch eine Null? Sehr unwahrscheinlich, sagen britische Forscher. Sie fanden heraus, dass die gleichen Gene für die schulischen Erfolge in fast allen Fächern zuständig sind.

Lebensmittel

24.07.2015 Bisher sind fünf Geschmacksrichtungen bekannt: salzig, süß, sauer, bitter und umami. Nun könnte eine sechste hinzukommen: Fett.

Medizin

22.07.2015 Es klingt wie ein Wunder: Obwohl eine HIV-positive Frau seit Jahren keine Medikamente bekommt, lebt sie vollkommen ohne Symptome.

Medizin

20.07.2015 Ärzte waren alarmiert: Seit 1998 ist die Zahl für Erkrankungen mit der Bakterienart emm89 stark angestiegen. Verantwortlich dafür ist anscheinend ein neuer Streptokokken-Subtyp, der besonders viele Giftstoffe bildet – so britische Forscher.

Genetik

16.07.2015 Spitzmaulnashörner sind beliebt – leider vor allem als Trophäe. Gerade einmal 5.000 der Dickhäuter sind heute übrig. Nun soll das Genom der vom Aussterben bedrohten Tierart sequenziert werden – das Geld dafür kam über Crowdfunding zusammen.

Immunologie

15.07.2015 Hygiene ist gut. Übertriebene Sauberkeit fördert allerdings Allergien. Forscher fanden nun heraus: Auch unsere Mikroben im Darm spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Neurologie

13.07.2015 Drei Affen steuern zusammen die Bewegung eines einzigen Armes. Möglich macht das ein umstrittenes Experiment eines US-Forschers: Die Gehirne der Affen sind untereinander vernetzt.

Biotechnologie.tv

Alle Videos



Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder