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Video von heute, Frauenbild von vorgestern
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Forschungspolitik

Video von heute, Frauenbild von vorgestern

04.07.2012 - Forscherinnen im Minirock? Ein Werbefilm zur Aktion "Science: It's a girl thing!" erntet heftige Proteste.

Ende Juni fiel der Startschuss für eine Kampagne der Europäischen Kommission, mehr Frauen für eine Karriere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu gewinnen. Der Trailer zur Aktion Science: It’s a girl thing! wurde aber nach zum Teil heftigen Protesten mittlerweile offiziell wieder zurückgezogen. Nach Ansicht der Kritiker ist er herablassend, klischeebehaftet, erniedrigend – das Filmchen zeige Models, keine Forscherinnen. Ben Goldacre vom Blog Bad Science spottet gar, ob die „EU eine Kampagne finanziert hat, die Wissenschaftlerinnen dazu anhalten soll, kürzere Röcke zu tragen.“ Mittlerweile findet sich auf der Website ein PDF-Dokument, das die Fakten zum Video nennt und die Beweggründe für die Art der Umsetzung schildert. Die Kampagnen-Website selbst wird übrigens besser beurteilt. Zumindest kommen dort doch noch einmal echte Wissenschaftlerinnen in Video-Einspielern zu Wort.

Immerhin, das angepeilte Ziel hätte das Video durchaus erreichen können. In einer kleinen Studie mit etwa 10-jährigen Mädchen stellte die Bloggerin Reena Pau fest, dass „25 von 38 Mädchen sagten, dass das Video sie motiviere, die Naturwissenschaften als eine Karriereoption genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor dem Abspielen des Videos waren das nur 14 Mädchen.“ Heiligt der Zweck also die Mittel? Gerade von der Europäischen Kommission hätte man durchaus erwarten dürfen, dass sie bei dem Versuch, ein hehres Ziel zu erreichen, nicht ausgerechnet auf überkommen geglaubte Rollenbilder zurückfällt. Es ist allerdings auch nicht das erste Video, mit dem die Kommission daneben liegt: Erst vor wenigen Wochen sorgte ein zweifelhafter Trailer über die Erweiterungspläne der EU für Kopfschütteln.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/video-von-heute-frauenbild-von-vorgestern.html

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26.05.2015 Von der blutsaugenden Femme fatale zum harmlosen Mückenmännchen: US-amerikanische Wissenschaftler haben einen Genschalter gefunden, mit dem sich das Geschlecht von Mücken wechseln lässt.

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20.05.2015 Die Suche nach einem Chef für das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) geht weiter: Der Wiener Genetiker Josef Penninger hat sich überraschend gegen den Top-Job in Berlin entschieden.

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18.05.2015 Der eine gähnt noch, während der andere schon seit Stunden bei der Arbeit sitzt. Ob man Frühaufsteher oder Morgenmuffel ist, könnten bis zu 80 Gene entscheiden – das zeigen nun britische Forscher.

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