Nachrichten

Tödlicher Herpes bedroht Zootiere
Bild vergrößern

Infektionskrankheiten

Tödlicher Herpes bedroht Zootiere

17.08.2012 - Ein Herpesvirus tötete 2010 eine Eisbärin im Wuppertaler Zoo. Jetzt weiß man mehr über das Virus – und hofft für ein todgeweihtes Elefantenbaby.

Was haben ein Zebra und ein Eisbär gemeinsam? Was wie ein Witz anfängt, endete für einen Eisbären im Wuppertaler Zoo tödlich. Die Antwort lautet: Herpesviren. 2010 starb das Eisbärweibchen Jerka an einer durch die Viren verursachten Gehirnentzündung. In einer am 18. August in Current Biology veröffentlichte Studie weisen deutsche und australische Wissenschaftler nach, dass ein bestimmtes, normalerweise in Zebras vorkommendes Virus die Ursache für den Tod war. Das Forscherteam wurde von Professor Alex Greenwood vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) Berlin angeführt.

Das untersuchte Herpesvirus ist eine Kombination verschiedener Erregertypen. Der Großteil der DNA-Sequenz stammt vom Pferdeherpesvirus 1 (Equine Herpes Virus 1, EHV1), ein kleinerer Teil von EHV9, einer erst kürzlich bei Pferden isolierten Herpesform, die eine Enzephalitis (Gehirnhautentzündung) auslösen kann. Wann und wo diese für Eisbären todbringende Kombination entstand, ist genauso unklar wie der Übertragungsweg: Im Zoo Wuppertal sind unterschiedliche Pfleger für Zebras und Eisbären verantwortlich. Da die Gehege 70 Meter voneinander entfernt liegen, müssen wohl andere Tiere wie freilebende Mäuse oder Ratten das Virus weitergereicht haben.

Ein anderes Herpesvirus macht hingegen dem Berliner Zoo zu schaffen. Seit 2000 starben bereits drei junge Elefanten an einem 1997 eingeschleppten Herpesvirus. Am 12. August dieses Jahres brachte die infizierte Asiatische Elefantenkuh Pang Pha ihr viertes Kalb zur Welt. Ob Anchali („Geschenk Gottes“) auch sterben wird, hängt von der Entwicklung einer wirksamen Therapie ab. Das Jungtier ist bereits infiziert. Die neuen Erkenntnisse von Greenwood könnten neue Ansatzpunkte für eine Behandlung liefern.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/toedlicher-herpes-bedroht-zootiere.html

Biochemie

27.06.2016 Krebserkrankungen sind im Normalfall nicht von Organismus zu Organismus übertragbar. Zu den wenigen Ausnahmen kommt nun eine weitere hinzu: Bei Muscheln fanden internationale Forscher einen Krebs, der sich über Ansteckung verbreitet – sogar über Artengrenzen hinweg.

Chemie

22.06.2016 Um Weinsorten zu unterscheiden, braucht es eine feine Zunge und Jahre der Erfahrung, so heißt es. Doch Heidelberger Forscher haben nun einen Sensor entwickelt, der Weißweine anhand eines chemischen Fingerabdrucks mittels Fluoreszenz erkennt.

Klimawandel

20.06.2016 Das erste Säugetier ist dem Klimawandel zum Opfer gefallen. Australische Forscher erklärten die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte für ausgestorben. Die Nager waren nur auf einer einzigen Insel des Great Barrier Reef zuhause.

Fotosynthese

15.06.2016 Krebsrot nach dem Sonnenbaden - das kann weh tun. Aber nicht nur Menschen, auch Pflanzen müssen sich vor Sonnenbrand schützen. Die Grünalge C.reinhardtii tut das mit einem speziellen Protein, wie Forscher herausfanden.

Psychologie

13.06.2016 Die meisten glauben, sie wären glücklicher, hätten sie nur mehr Geld. Die wirklich glücklichen Menschen jedoch wünschen sich nur eins: mehr Zeit. Das fanden kalifornische Forscher heraus.

Psychiatrie

08.06.2016 Ärger zu Hause oder im Büro zehrt an den Nerven und beeinflusst enorm die Leistung. Verantwortlich dafür ist das Hormon CRH, dass bei sozialem Stress aktiv wird, wie Max-Planck-Forscher erstmals zeigen konnten.

Ökologie

06.06.2016 Die Weltmeere sind voller Plastik. Das hat einen gewaltigen Einfluss auf das Leben von Fischen. Diejenigen von ihnen, die mit Plastikkost aufwachsen, legen merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag – und sterben schnell.

Epigenetik

01.06.2016 Kinder, die in Armut aufwachsen, leiden später häufiger an Depressionen, wie US-Forscher jetzt beweisen konnten. Die Veränderungen im Gehirn können danach sogar das Erbgut verändern, so dass die Krankheit möglicherweise weiter vererbt wird.

Klimaerwärmung

30.05.2016 Steigende Wassertemperatur in den Ozeanen ist keine gute Nachricht für die meisten Meeresbewohner. Aber nicht für den Oktopus. Die achtarmigen Kopffüßer sind unter den Gewinnern der Ozeanerwärmung, zeigen australische Forscher.

Ernährung

25.05.2016 Mehlwurm am Spieß oder Heuschrecken-Gulasch? Das finden viele ekelhaft. Wissenschaftler wollen uns Raupe und Co. schmackhaft machen. Sie setzen auf Aufklärung durch mehr Forschung.

Bild der Woche

Alle Bilder

ADVERTORIAL



Produkt der Woche

Alle Produkte