Nachrichten

Stattlicher Kamm, volle Nester
Bild vergrößern

Evolution

Stattlicher Kamm, volle Nester

10.09.2012 - Auch Hennenkämme sind Sex-Signale. Forscher aus Schweden haben nun entdeckt, warum Hennen mit großen Kämmen mehr Eier legen können.

Auch wenn Hennen im Vergleich zu ihren dandyhaften Männern weniger adrett erscheinen, ein bisschen wollen sie dem anderen Geschlecht schon imponieren. Mittel der Wahl: der Kamm. Die Hennen mit den größten Kämmen haben nämlich die vollsten Nester. Das wissen die Hähne – und auch die Züchter. Letztere nutzen die Erkenntnis gezielt zur Steigerung der Legeleistung der Hennen. Doch Kammgröße und Legeleistung haben auch einen gemeinsamen genetischen Hintergrund. Forscher der Universität Linköping (Schweden) haben zwei Gene identifiziert, die sowohl die Größe des Kammes als auch die Knochendichte der Hennen bestimmen. Während der Kamm bloßes Schmuckelement ist, hat die Knochendichte einen direkten Einfluss auf die Legeleistung: Je mehr Knochengewebe, desto mehr Kalzium für die Schalen der Eier und mehr gelegte Eier. Die entsprechende Studie der Schweden wurde Ende August in der Fachzeitschrift PLoS Genetics veröffentlicht.  

Die Evolutionsgenetiker kamen den beiden Genen namens BMP2 und HAO1 auf die Spur, indem sie domestizierte Hühner mit Wildhühnern (genauer: Bankivahühnern) über mehrere Generationen kreuzten und beim Nachwuchs immer wieder Erscheinungsbild (Kamm und Knochendichte) und DNA-Sequenz miteinander verglichen. Die beiden gefundenen Gene sind miteinander verschränkt, das heißt, dass sie letztendlich verschiedene Eigenschaften simultan beeinflussen. Im Fall von Kamm und Knochen ist dies die Produktion von Knorpel. Der Kamm selbst besteht ganz aus Knorpel, dem Ausgangsmaterial auch für die Knochenentwicklung.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/stattlicher-kamm-volle-nester.html

27.07.2016 Brutzeln meine Würstchen gerade über Esche oder über Tropenholz? Welche Holzart in der Grillkohle steckt, ist beim Kauf oft nicht erkennbar. Nun gibt es eine Technik, die diesem Versteckspiel ein Ende bereitet.

Psychologie

20.07.2016 Freunde finden ist nicht leicht. Bei Mäusen wird die Kontaktaufnahme mit Fremden von einem Botenstoff im Hirn gesteuert, der auch für die Stressbewältigung verantwortlich ist, wie Max-Planck-Forscher herausfanden.

Hygiene

18.07.2016 Kinder werden oft ermahnt, nicht an den Nägeln zu kauen oder am Daumen zu lutschen. Die schlechten Angewohnheiten könnten aber unerwartete Vorteile mit sich bringen: Forscher zeigen, dass sie das Risiko für Allergien mindern.

Infektionen

13.07.2016 HIV-Patienten mit geschwächtem Immunsystem sind für den Klinikkeim MRSA besonders anfällig. Helmholtz-Forscher suchen nun einen Wirkstoff, der beide Erreger blockiert.

Biomimetik

12.07.2016 Männliche Distelschildkäfer sind außergewöhnlich gut bestückt. Kieler Forscher haben die Käferpenisse nun untersucht, um Mikroinjektionssysteme für die Medizintechnik zu entwickeln.

Paläontologie

05.07.2016 Durch 45.000 Jahre alte Knochen aus einer Höhle in Belgien will ein internationales Forscherteam beweisen, dass bei Neandertalern in Nordeuropa auch ihresgleichen auf dem Speiseplan stand.

Biologie

01.07.2016 Unangenehme Erinnerungen fast wie auf Knopfdruck löschen: Zumindest im Tiermodell ist ein deutsch-belgisches Forscherteam dem Ziel nahe gekommen.

Gentechnik

30.06.2016 Beifuß war bisher die einzige Quelle für Artemisinin, ein wichtiger Bestandteil von Malariamedikamenten. Jetzt rüsteten Max-Planck-Forscher Tabakpflanzen so auf, dass sie die Vorstufe Artemisininsäure produzieren – billig und in großen Mengen.

Biochemie

27.06.2016 Krebserkrankungen sind im Normalfall nicht von Organismus zu Organismus übertragbar. Zu den wenigen Ausnahmen kommt nun eine weitere hinzu: Bei Muscheln fanden internationale Forscher einen Krebs, der sich über Ansteckung verbreitet – sogar über Artengrenzen hinweg.

Chemie

22.06.2016 Um Weinsorten zu unterscheiden, braucht es eine feine Zunge und Jahre der Erfahrung, so heißt es. Doch Heidelberger Forscher haben nun einen Sensor entwickelt, der Weißweine anhand eines chemischen Fingerabdrucks mittels Fluoreszenz erkennt.

Bild der Woche

Alle Bilder

ADVERTORIAL



Produkt der Woche

Alle Produkte