Nachrichten

Solarzelle aus Spinat
Bild vergrößern

Technologie

Solarzelle aus Spinat

11.09.2012 - Ein neuer Ansatz macht in der Solarzellenforschung von sich reden: Nun hat ein solches „Biohybrid“ einen Rekord gebrochen – dank Spinat-Proteinen.

Spinat gibt Energie. Das gilt für Popeye, Klein-Luca und Opa Wolfgang genauso wie für – Solarzellen. Materialwissenschaftler der Universität Vanderbilt (USA) tüfteln an sogenannten biohybriden Solarzellen. Statt teurer, umweltschädlicher und seltener Metalle werden bei diesen Zellen Proteine aus Pflanzen verbaut. Am 4. September stellten die Forscher im Fachblatt Advanced Materials ihre neueste Entwicklung vor. Neben Silizium besteht das Biohybrid aus einem photosynthetischen Protein, das aus der Spinatpflanze gewonnen wurde. „Die Kombination des Proteins Photosystem I und Silizium produziert 850 Mikroampere pro Quadratzentimeter bei 0,3 Volt Spannung. Im Vergleich zu anderen bekannten biohybriden Solarzellen ist das zweieinhalb Mal mehr Strom.“

Das Vanderbilt-Team werkelt aber nicht nur mit Spinat. In einem anderen Projekt versuchen sie, Photosystem I-Moleküle auch aus Weltengrün (Kudzu), einer Kletterpflanze aus Japan, zu extrahieren. In beiden Fällen wird die grünliche Lösung mit den aufgereinigten Proteinen dann auf eine positiv dotierte Silizium-Halbleiterscheibe aufgetragen. Anschließend wird das Wasser im Vakuum verdampft. Die optimale Dicke der getrockneten Proteinschicht beträgt den Forschern zufolge einen Mikrometer, was ungefähr 100 Photosystem I-Molekülen übereinander entspricht.

Projektleiter David Cliffel glaubt, dass biohybride Solarzellen bei konstantem Fortschritt die Leistung klassischer Zellen in drei Jahren erreichen könnten. Auch in Sachen Langlebigkeit ist die neue „Spinat-Zelle“ ein Schritt nach vorn: „Bei unserer Zelle haben wir über neun Monate keinen Verschleiß beobachtet. In immergrünen Bäumen halten sich Photosystem I-Moleküle aber über Jahre. Hier können wir uns also noch einiges von der Natur abschauen."

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/solarzelle-aus-spinat.html

Pflanzenforschung

25.03.2015 Ob bei Husten oder Epilepsie: Viele Leute schwören auf Naturheilmittel. Der Wirkstoff einer afrikanischen Pflanze soll sogar Nierenkrebs heilen. Wie, das haben nun Forscher aufgeklärt.

Neurologie

23.03.2015 Gegen Egoismus gibt es keine Arznei – oder doch? US-Forscher haben eine Pille entdeckt, die Egozentriker zu fairen Menschen machen kann.

Ernährung

20.03.2015 Länger gestillte Kinder erzielen Jahre später ein besseres Gehalt. Außerdem sind ihre IQ-Werte besser als die von Kindern, die nur kurz gestillt wurden.

Neurologie

18.03.2015 Das Krebsmittel Epothinol hindert Tumore am Wachsen. Doch das Medikament kann noch mehr: Es heilt verletzte Nervenzellen im Rückenmark, wie eine neue Science-Publikation nun zeigt.

Liebe

16.03.2015 Er liebt mich, er liebt mich nicht. Früher wurden Gänseblümchen befragt, um die Frage nach der Liebe zu klären. Heute kann das ein MRT: Der Gehirnscan zeigt genau, wer verliebt ist und wer nur glaubt, verliebt zu sein.

Kurioses

13.03.2015 Urteil in der skurrilen Masern-Wette: Ein Impfgegner hatte für den Nachweis von Masernviren 100.000 Euro ausgelobt. Ein Arzt lieferte Beweise, doch zahlen wollte sein Wettpartner nicht. Zu Unrecht, wie jetzt ein Gericht entschieden hat.

Technologie

11.03.2015 Es gibt keinen Beweis dafür, dass Handystrahlen Krebs auslösen. Aber harmlos sind sie keinesfalls: Bei bereits bestehenden Tumoren wird das Wachstum deutlich angeregt.

Endokrinologie

09.03.2015 Beim Sport abrackern ist zu anstrengend? Vielleicht ist das bald gar nicht mehr nötig, um in Schuss zu bleiben: Ein neu entdecktes „Fitness-Hormon“ hat den gleichen Effekt wie Sport, sagen Forscher aus Kalifornien.

Impfstoffe

06.03.2015 Überraschender Coup eines deutschen Biotech-Unternehmens: Bill Gates pumpt rund 50 Mio. US-Dollar in den Tübinger Impfstoff-Spezialisten Curevac. Zusätzlich steckt der reichste Mann der Welt auch Geldmittel in unbekannter Höhe in die Entwicklung und klinische Erprobung von bei Curevac entwickelten Impfstoffen.

Impfstoffe

06.03.2015 Der größte Deal einer deutschen Biotech-Firma ist perfekt: Bill Gates pumpt rund 50 Mio. US-Dollar in den Tübinger Impfstoff-Spezialisten Curevac. Zusätzlich steckt der reichste Mann der Welt auch mehr als zwei Mrd. US-Dollar in die Entwicklung und klinische Erprobung von bei Curevac entwickelten Impfstoffen.

Biotechnologie.tv

Alle Videos


Benötigen Sie Etiketten, auf die Sie sich verlassen können?

Laborproben sind sehr rauen Bedingungen ausgesetzt. Sie werden in Gefrierschränken und Flüssigstickstoff aufbewahrt, mit aggressiven Chemikalien behandelt, und ihre Behälter werden in Heißwasserbädern erhitzt. Die Wissenschaftler von Brady haben Kennzeichnungsetiketten entwickelt, die sich optimal für diese rauen Bedingungen eignen. ...mehr


Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder