Nachrichten

So groß der Topf, so hoch das Grün
Bild vergrößern

Pflanzenphysiologie

So groß der Topf, so hoch das Grün

03.07.2012 - Botaniker haben eine „grüne Daumen“-Regel für die optimale Größe von Blumentöpfen aufgestellt. Pflanzgefäße können demnach nie groß genug sein.

Man hat es irgendwie geahnt, doch nun ist es endlich amtlich: Größer ist besser. Pflanzenforscher aus Jülich und Madrid haben festgestellt, dass Pflanzen oftmals in viel zu kleinen Behältern gehalten werden. In ihrer Studie, veröffentlicht am 15. Juni im Fachblatt Functional Plant Biology, empfehlen sie, pro Gramm Biomasse einen Liter Topfvolumen zur Verfügung zu stellen. Erst dann fühlt sich die Pflanze in ihrer Freiheit unter der Erde nicht mehr eingeschränkt und dankt es mit maximalem Biomasseaufbau. Für alle Haus-, Hof- und Balkongärtner heißt das: Großzügig und zeitig genug umtopfen. Für die Pflanzenforscher in aller Welt bedeutet das hingegen, dass sie in Zukunft bei Wachstumsexperimenten auch immer die Kübelgröße beachten sollten. Die Versuche könnten sonst womöglich zu verfälschten Ergebnissen führen.

Für ihre Studie analysierten die Forscher 65 zum Teil bereits veröffentlichte Experimente noch einmal genauer. Dabei wurden Biomasseaufbau, Pflanzenmorphologie und Biomasseverteilung in verschieden großen Töpfen zum Beispiel bei Tomaten, Mais, Kakteen oder Weizen untersucht. Das Ergebnis: Das Topfvolumen beeinflusst nur den Biomasseaufbau. Das allerdings ziemlich deutlich, denn in doppelt so großen Gefäßen wuchsen die Pflanzen im Durchschnitt 43% stärker. Der Erstautor Hendrik Poorter vom Institut für Bio- und Geowissenschaften in Jülich hat auch herausgefunden, warum kleinere Töpfe die Photosynthese und somit den Aufbau von Biomasse verlangsamen: „Unseren Untersuchungen zufolge liegt das nicht an einem verringerten Angebot an Wasser oder Nährstoffen. Eher erspüren die Pflanzen über ihre Wurzeln die Topfgröße und stellen ihr Wachstum darauf ein.“

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/so-gross-der-topf-so-hoch-das-gruen.html

Ernährung

25.05.2016 Mehlwurm am Spieß oder Heuschrecken-Gulasch? Das finden viele ekelhaft. Wissenschaftler wollen uns Raupe und Co. schmackhaft machen. Sie setzen auf Aufklärung durch mehr Forschung.

Pubertät

23.05.2016 Warum sind einige Heranwachsende plötzlich so unbeholfen und linkisch? Italienische Forscher fanden heraus, dass das Teenager-Gehirn plötzlichen Wachstumsschüben einfach nicht gewachsen ist. Trost für tollpatschige Teenies: Es geht vorbei.

Mikrobiologie

18.05.2016 Nicht nur Joghurt – auch Tee, Kaffee und Wein sind gut für die Darmflora. Wie ein internationales Forscherteam herausfand, sorgen sie für mehr Vielfalt im Mikrobiom, was gut für unsere Gesundheit ist.

Mikrobiologie

11.05.2016 Komödie oder Horrorfilm? Allein an der Luft in Kinosälen können Max-Planck-Forscher erkennen, ob die gezeigten Filmszenen spannend, lustig oder langweilig sind. Jeder Film hat seinen eigenen Luftcharakter.

Mikrobiologie

11.05.2016 Nicht nur Menschen wollen etwas ganz besonderes sein – manchen Bakterien geht es genauso. In schlechten Zeiten sichern die Individualisten unter den Einzellern sogar das Überleben einer ganzen Gruppe, wie Max-Planck-Forscher herausfanden.

Biomaterialien

09.05.2016 Ob Erdbeeren oder Bananen: Eine Menge Obst bleibt nicht lange frisch. Wissenschaftler haben nun einen essbaren Schutzüberzug aus Seidenproteinen entwickelt, der die Früchte vor dem Verderben schützt.

Tierwelt

02.05.2016 Bei Spinnensex ist man an vieles gewöhnt, dass die Spinnendame ihren Sexualpartner nach dem Akt aufisst, zum Beispiel. Doch der Achtbeinersex hat noch eine Besonderheit: Spinnen betreiben auch Cunnilingus.

Krebs

29.04.2016 Bei Blutkrebs bietet oft eine Stammzelltransplantation die einzige Chance auf Heilung. Das Problem: Das Immunsystem des Empfängers bekämpft die fremden Zellen. Für eine recht ungewöhnliche Idee, dies zu unterbinden, hat die Ärztin Andrea Tüttenberg nun einen Preis abgeräumt.

Nutrigenomik

25.04.2016 Glukose-Fruktose-Sirup ist als billiges Süßungsmittel weltweit auf dem Vormarsch. Allerdings wird er häufig in Verbindung mit Stoffwechselkrankheiten gebracht. Jetzt zeigt eine US-Studie: Fruktose krempelt tatsächlich die Hirnfunktionen gehörig um. Als Gegenmittel kommt eine allseits beliebte Fettsäure ins Spiel.

Genomanalytik

20.04.2016 Wer ist glücklich? Zum großen Teil sind es Umweltfaktoren, die Menschen zufrieden machen. Doch ein bisschen Glück ist in den Genen verankert – dies stellte sich nun in einer internationalen Langzeitstudie heraus.

Bild der Woche

Alle Bilder

ADVERTORIAL



Produkt der Woche

Alle Produkte