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Seide statt Kühltruhe
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Impfstoffe

Seide statt Kühltruhe

19.07.2012 - Gehüllt in ein Seidenprotein überstehen Impfstoffe und Antibiotika auch Temperaturen von über 30 °C. Das macht Entwicklungshelfer hellhörig.

In den Entwicklungsländern entstehen bis zu 80 Prozent der Kosten einer Impfaktion durch die Kühlung der Arzneimittel. Eine Erfindung von David Keppler von der Tufts Universität in Massachusetts (USA) könnte dafür sorgen, dass mehr Geld direkt in Impfstoffe investiert werden kann. Mit Hilfe von Seidenproteinen hat er Vakzine, aber auch Antibiotika, so stabilisiert, dass sie bis zu einem halben Jahr auch bei Temperaturen von über 30 °C stabil bleiben. Die teure und technisch aufwendige Kühlkette für Arzneien könnte somit bald überflüssig werden. Am 9. Juli erschien sein Forschungsaufsatz über die Seidenkonservierung im Fachblatt PNAS.

Bei den Proteinen der Seidenspinnerraupe handelt es sich um Fibroine. Kepler erklärt: „Sie haben die ideale Chemie und Struktur, andere Substanzen haltbar zu machen.“ Die Seidenfibroine bestehen aus ineinander verschachtelten Schichten, die viele wasserabweisende Bläschen aufweisen. Diese Bläschen sind es, die die schützenswerten Substanzen unversehrt aufnehmen und vor zerstörerischer Feuchtigkeit schützen. Bei der Herstellung ist aber durchaus erst einmal Wasser im Spiel: „Wir lösen das Fibroin in Wasser und geben Impfstoff oder Antibiotikum dazu“, erläuterte Kepler im Deutschlandfunk. „Dann entziehen wir der Lösung das Wasser möglichst schnell.“ Das Ergebnis sieht aus wie eine durchsichtige Plastikfolie, die problemlos auch bei hohen Temperaturen gelagert und transportiert werden kann. Wird die Arznei gebraucht, löst man sie vor Ort einfach wieder in Wasser auf.

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