Nachrichten

Proteinanalytik: Duell mit ELISA
Bild vergrößern

Methoden

Proteinanalytik: Duell mit ELISA

07.09.2012 - PRISM fordert ELISA heraus. Die neue Massenspektrometrie-Methode ist hundertmal empfindlicher als derzeit genutzte MS-Technologien.

Bei der Bestimmung von Proteinen in biologischen Proben waren Antikörper-basierte Tests wie ELISAs bisher unschlagbar sensitiv. Oft müssen aber erst die passenden Antikörper für die zu untersuchenden Proteine  entwickelt werden – ein sehr zeit- und kostenintensiver Prozess. Die von Wei-Jun Qian und seinen Kollegen erdachte Proteindetektionsmethode benötigt hingegen keine Antikörper und ist trotzdem genauso sensitiv wie Standard-Assays. Anfang September stellten die Forscher vom Pacific Northwest National Laboratory in Richland (USA) diese Methode mit dem Namen PRISM im Fachmagazin PNAS vor. Wichtigster Baustein der Erfindung: ein Massenspektrometer. Obwohl Proteine bereits seit Jahren mit dieser Technologie untersucht werden, mangelte es bislang an der Empfindlichkeit der Geräte, auch geringste Konzentrationen von Proteinen in den Proben zuverlässig aufzuspüren. An Geweben von Krebspatienten konnten Qian und seine Kollegen zeigen, dass PRISM hundertmal besser ist als Standard-Massenspektrometer – und daher mit dem ELISA gleichzieht.

PRISM (high-pressure, high-resolution separations coupled with intelligent selection and multiplexing) vereint Massenspektrometrie (MS), Chromatographie (HPLC) und die Isotopenmarkierung von Proteinen. Obwohl alle Komponenten Standardmethoden der Proteinanalytik sind, hat PRISM derzeit doch einen großen Nachteil: die Skalierbarkeit. Während Antikörper-Tests im Hochdurchsatz eingesetzt werden können, schafft PRISM in der gleichen Zeit nur ein paar hundert Proben. Für Untersuchungen im kleinen Maßstab und natürlich bei Proteinen ohne entsprechenden, fertigentwickelten Antikörper gräbt PRISM den ELISAs dieser Welt das Wasser ab – zumindest ein bisschen.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/proteinanalytik-duell-mit-elisa.html

CRISPR-Cas9

24.04.2015 Nun haben sich die Gerüchte doch bewahrheitet: Chinesische Forscher haben erstmals das Erbgut menschlicher Embryonen verändert.

Infektionsforschung

22.04.2015 Mit einem Trick ist es Forschern gelungen, Salmonellen als effektive Waffen gegen Krebs einzusetzen. Die optimierten Salmonellen schaden zwar dem Tumor aber nicht dem erkrankten Tier.

Neurowissenschaft

20.04.2015 Von einer Sucht in die nächste: Nikotinabhängige Ratten verfallen schneller dem Alkohol als Ratten, die Nikotin nicht ausgesetzt waren.

Kardiologie

15.04.2015 Ein Stechen in der Brust muss kein Herzinfarkt sein. Klarheit bietet hier

ein neuer Blutschnelltest, den Hamburger Herzforscher entwickelt haben.

Gesundheit

13.04.2015 Eine beginnende Glatze ist für viele Männer zum Haareraufen. Und es könnte sein, dass sie damit alles richtig machen: Denn das Auszupfen von Haaren kurbelt den Haarwuchs an – wie nun kalifornische Forscher zeigen konnten.

Ernährung

10.04.2015 Sind FDH, Kohlsuppe & Co. bald vergessen? US-Forscher haben spezielle Bakterien entwickelt, die den Hunger unterdrücken und so beim Abnehmen helfen könnten.

Neurobiologie

08.04.2015 Düfte wirken betörend oder abstoßend. Welche Rolle dabei Synapsen im Gehirn spielen, haben Forscher nun erstmals mit Hilfe moderner Lichtmikroskopie bei Fruchtfliegen beobachtet.

Evolution

07.04.2015 Weiße Haut ist ursprünglich europäisch? Weit gefehlt! Neue Forschung belegt, dass die Gene für helle Haut erst relativ spät aus dem Osten nach Europa kamen und sich hier in Rekordzeit verbreiteten.

Mikroben

02.04.2015 Schluss mit dem Mythos vom keimfreien Pipi: Auch der Urin von völlig gesunden Menschen enthält Bakterien.

Mikrobiologie

01.04.2015 Einige Mikroben haben erstaunliche Überlebensmechanismen entwickelt: Bestimmte Bakterien können sogar winzige Magnetpartikel in ihrer Umwelt wie eine Batterie als Energiequelle nutzen.

Biotechnologie.tv

Alle Videos


Benötigen Sie Etiketten, auf die Sie sich verlassen können?

Laborproben sind sehr rauen Bedingungen ausgesetzt. Sie werden in Gefrierschränken und Flüssigstickstoff aufbewahrt, mit aggressiven Chemikalien behandelt, und ihre Behälter werden in Heißwasserbädern erhitzt. Die Wissenschaftler von Brady haben Kennzeichnungsetiketten entwickelt, die sich optimal für diese rauen Bedingungen eignen. ...mehr


Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder