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Pilzarznei wirkt gegen Hundekrebs
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Tiermedizin

Pilzarznei wirkt gegen Hundekrebs

12.09.2012 - Traditionelle Chinesische Medizin statt Chemotherapie: Eine Pilz-Substanz hilft Hunden, die an einer bestimmten Krebsart erkrankt sind.

Für diesen Forschungserfolg haben sich Dorothy Cimono Brown und Jennifer Reetz wahlweise einen lauten Kläffer oder einen dicken Abschlecker verdient. Die Forscherinnen vom Tiermedizinischen Institut der Universität Pennsylvania (USA) haben in einer doppelt verblindeten, randomisierten Pilotstudie herausgefunden, dass ein bestimmter Pilz gegen eine heimtückische Krebskrankheit von Hunden wirkt. Der entsprechende Fachartikel wurde im Journal Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine veröffentlicht. Bei der aggressiven und invasiven Krebsart handelt es sich um ein Hämangiosarkom der Milz, welches von Natur aus besonders bei Golden Retrievern und Deutschen Schäferhunden gehäuft auftritt. Die neue Behandlung verlängert die Lebenszeit der erkrankten Tiere von etwa 86 Tagen nach Entdeckung des Tumors auf etwa 200 Tage.

Bei dem Pilz handelt es sich um die Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor). Der Pilz ist aus der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt, wo er Yunzhi genannt wird. Für ihre Studie verwendeten die Tierärztinnen ein bestimmtes Pilzextrakt, das vorwiegend aus Polysaccharopeptiden (PSP) besteht. Unter dem Namen I’m Yunity kann es im Handel erworben werden. (Die Herstellerfirma ist übrigens an der Finanzierung der Studie beteiligt.) I'm Yunity mit etwa einem Dollar fünfzig pro Tag aber eine relativ teuere Behandlungsoption. Hundebesitzer müssen abwägen, wie viel sie in die Lebenszeitverlängerung ihres treuen Vierbeiners investieren wollen. Eine alternative Behandlung für Hämangiosarkome der Milz steht derzeit nicht zur Verfügung. Zwar kann eine Chemotherapie gemacht werden, doch verlängert sie das Leben des kranken Hundes nur marginal.

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