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Obacht Mikroben – Rutschgefahr!
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Materialforschung

Obacht Mikroben – Rutschgefahr!

01.08.2012 - Die glitschigen Blätter einer fleischfressenden Pflanze dienten US-Forschern als Vorbild für eine Antihaft-Beschichtung gegen Bakterien.

Egal ob Haustürschlüssel, Wasserleitungen oder Hautflächen – Bakterien fühlen sich fast auf allen Oberflächen wohl und besiedeln sie bei ungestörtem Wachstum zahlreich. Vor allem in Krankenhäusern stellt dies ein großes Problem dar. Medizinische Geräte müssen ständig gereinigt werden, um die Mikroben in Schach zu halten. Mit einer neuartigen Beschichtung wollen US-Forscher nun Bakterien am Ansiedeln hindern. Die neue Methode lässt nicht nur Mikroben von jeglichen Oberflächen abrutschen, sondern auch Blut, Wasser und Öl einfach abgleiten. Die Beschichtung mit dem Namen Slippery Liquid-Infused Porous Surfaces – kurz Slips – stellten die Wissenschaftler der Harvard Universität am 30. Juli in dem Fachjournal PNAS vor.

Die Materialforscher um Alexander Epstein konnten zeigen, dass das Anhaften von Escherichia coli zu 97%, von Pseudomonas aeruginosa zu 99,6% und von Staphylococcus aureus zu 97,2% über einen Zeitraum von sieben Tagen verhindert werden konnte. Staphylococcus aureus kann wie auch die beiden anderen Bakterienstämme bei einem schwachen Immunsystem zur schweren Infektionen führen (Kreidezeit: MRSA).

Eine fleischfressende Pflanze diente als Vorbild für ihre Antihaft-Beschichtung. Im Fachjournal Nature schilderten die Wissenschaftler bereits im September, wie  Kannenpflanzen mit glitschigen Blattoberflächen Insekten ins Rutschen bringen, um sie so einzufangen. Laut den Forschern ist Slips nicht giftig, kann sich selbst reinigen und kleinere Schäden selbst schließen. Es sei deshalb besonders als Beschichtung für medizinische Geräte geeignet, die mit Körperflüssigkeiten in Kontakt kommen.

laborwelt.de/al

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/obacht-mikroben-rutschgefahr.html

Biochemie

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Chemie

22.06.2016 Um Weinsorten zu unterscheiden, braucht es eine feine Zunge und Jahre der Erfahrung, so heißt es. Doch Heidelberger Forscher haben nun einen Sensor entwickelt, der Weine anhand eines chemischen Fingerabdrucks mittels Fluoreszenz erkennt.

Klimawandel

20.06.2016 Das erste Säugetier ist dem Klimawandel zum Opfer gefallen. Australische Forscher erklärten die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte für ausgestorben. Die Nager waren nur auf einer einzigen Insel des Great Barrier Reef zuhause.

Fotosynthese

15.06.2016 Krebsrot nach dem Sonnenbaden - das kann weh tun. Aber nicht nur Menschen, auch Pflanzen müssen sich vor Sonnenbrand schützen. Die Grünalge C.reinhardtii tut das mit einem speziellen Protein, wie Forscher herausfanden.

Psychologie

13.06.2016 Die meisten glauben, sie wären glücklicher, hätten sie nur mehr Geld. Die wirklich glücklichen Menschen jedoch wünschen sich nur eins: mehr Zeit. Das fanden kalifornische Forscher heraus.

Psychiatrie

08.06.2016 Ärger zu Hause oder im Büro zehrt an den Nerven und beeinflusst enorm die Leistung. Verantwortlich dafür ist das Hormon CRH, dass bei sozialem Stress aktiv wird, wie Max-Planck-Forscher erstmals zeigen konnten.

Ökologie

06.06.2016 Die Weltmeere sind voller Plastik. Das hat einen gewaltigen Einfluss auf das Leben von Fischen. Diejenigen von ihnen, die mit Plastikkost aufwachsen, legen merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag – und sterben schnell.

Epigenetik

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Klimaerwärmung

30.05.2016 Steigende Wassertemperatur in den Ozeanen ist keine gute Nachricht für die meisten Meeresbewohner. Aber nicht für den Oktopus. Die achtarmigen Kopffüßer sind unter den Gewinnern der Ozeanerwärmung, zeigen australische Forscher.

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25.05.2016 Mehlwurm am Spieß oder Heuschrecken-Gulasch? Das finden viele ekelhaft. Wissenschaftler wollen uns Raupe und Co. schmackhaft machen. Sie setzen auf Aufklärung durch mehr Forschung.

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