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Neue SARS-Fälle: WHO entspannt
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Infektionskrankheiten

Neue SARS-Fälle: WHO entspannt

26.09.2012 - Nach dem Auftreten einer zweiten SARS-Infektion in diesem Jahr schlugen die Vereinten Nationen Alarm. Vorerst aber nur leise.

Die Coronaviren sind zurück. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen teilte am 23. September mit, dass ein 49-jähriger Mann aus Katar mit einem neuen SARS-assoziierten Coronavirus infiziert ist. Der Mann erkrankte in Saudi-Arabien und stellte sich dort erstmals am 3. September einem Arzt vor. Am 7. September wurde er auf die Intensivstation verlegt, vier Tage später in ein Spezialkrankenhaus in Großbritannien überführt. Nach Angaben der WHO bestätigten Labortests, dass es sich um einen neuartigen SARS-Erreger handelt. Die Sequenz ähnelt zu 99,5% der Basenfolge eines SARS-Virus, welches vor wenigen Monaten bei einem 60-jährigen Saudi gefunden wurde. Die beiden Fälle sind aber anscheinend nicht miteinander verbunden. Peter Openshaw vom Zentrum für Atemwegserkrankungen des Imperial College London zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters daher optimistisch: „Diese Fälle treten selten, aber wohl schon seit längerer Zeit auf. In der Vergangenheit wurden sie aufgrund unzureichend sensitiver Tests aber nicht als SARS-Fälle diagnostiziert.“ SARS steht für schweres akutes Atemwegssyndrom (severe acute respiratory syndrome) und wird durch sogenannte SARS-assoziierte Coronaviren per Tröpfchenübertragung verbreitet.

Während der Mann aus Saudi-Arabien mittlerweile verstorben ist, besteht für den Katarer noch Hoffung. Allerdings ist sein Zustand nach Atemwegsinfektion und Nierenversagen kritisch. Die WHO verständigte über ihr weltweites Alarmsystem GAR (Global Alert and Response) am 23. September, einen Tag nachdem Großbritannien besagten Fall gemeldet hatte, alle Mitgliedsstaaten. Zwei Tage später seien einer weiteren WHO-Pressemitteilung zufolge aber noch keine neuen SARS-Fälle gemeldet worden. Die Entwicklung einer Pandemie mit mehr als 800 Todesfällen wie 2002/2003 gilt nach derzeitigem Wissensstand deshalb als unwahrscheinlich.

© laborwelt.de/ml

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