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Magnetische Herz-Therapie
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Forschung

Magnetische Herz-Therapie

14.08.2012 - Mit Magneten haben Forscher gezielt Nanopartikel in Infarkt-geschädigte Herzen gelenkt. Die Partikel tragen ein wachstumsförderndes Gen.

Bei einem Herzinfarkt ist schnelles Handeln angesagt, um dem Betroffenen zu helfen. Trotzdem kommt es in Folge des Infarkts häufig zu einer irreparablen Schädigung des Herzmuskels, da seine Fähigkeit sich selbst zu reparieren äußerst begrenzt ist. Deutsche Forscher haben nun einen neuen Ansatz zur Therapie des Herzmuskels entwickelt: magnetische Nanopartikel. Wie die Rostocker Forscher zusammen mit Kollegen aus Hannover, Münster und Teltow im Fachjournal PLoS ONE berichten, gelang es ihnen die mit einem Wachstumsfaktor beladene Partikel direkt ins Herz von Ratten zu steuern. Diese tragen das VGEF-Gen, welches die Gefäßneubildung anregt. Über ein Magnetfeld auf dem Herzen wurden die Nanopartikel aus dem Blutkreislauf im Infarktgewebe angereichert und bewirkten dort eine signifikante Verbesserung der Herzfunktion.

Die Arbeitsgruppe arbeitet seit einigen Jahren an dieser Technologie mit dem Ziel der klinischen Umsetzung. Diese kann allerdings erst nach weiterer technologischer Entwicklung und Abklärung der Sicherheit in Tiermodellen erreicht werden. Das Rostocker Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie forscht seit mehr als zehn Jahren an Herzinfarkttherapien  mit körpereigenen, adulten Stammzellen aus dem Knochenmark. Seit 2009 läuft am Rostocker Referenz- und Translationszentrum  für kardiale Stammzelltherapie (RTC) eine klinische Studie mit 140 Patienten. Bis 2013 soll die mulitzentrische PERFECT-Studie abgeschlossen sein, dann wird sich zeigen, ob die kardiale Stammzelltherapie die Herzfunktion tätsächlich verbessern kann. „Wir hoffen, dass wir die Ergebnisse unserer vorhergehenden Studien auch doppelblind wiederholen können, das sich also zeigt, dass hier keineswegs ein Placebo-Effekt wirksam ist, sondern wirklich die Patienten-eigenen adulten Stammzellen Heilung bringen“, so Gustav Steinhoff, Direktor der Rostocker Klinik für Herzchirurgie.

laborwelt.de/al

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