Nachrichten

Licht-Trick steuert Affen
Bild vergrößern

Forschung

Licht-Trick steuert Affen

08.08.2012 - Ein blauer Lichtblitz reicht aus, um die Augenbewegung von Affen zu manipulieren. Die Optogenetik macht es möglich.

Forschern aus Belgien und den USA ist es gelungen, die Augenbewegung von Affen zu beeinflussen. Dafür manipulierten die Wissenschaftler um Wim Vanduffel von der Universität Leuven mit optogenetischen Methoden einzelne Neurone, die die Augenbewegung steuern. Gemeinsam mit seinen Kollegen von der Universität Harvard und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) berichtet Vanduffel in der Fachzeitschrift Current Biology über die Arbeiten.

In das Erbgut der Hirnzellen wurden eine zusätzliche Information eingefügt, die für ein lichtempfindliches Protein kodiert. Die so veränderten Neurone ließen sich dann durch kurze, blaue Lichtimpulse gezielt aktivieren. Die Folge: Das Verhalten der Affen änderte sich. Im Detail maßen die Forscher die Latenzzeit für einen Blickzieltest. Dabei fixierten die Makakken zunächst einen roten Punkt und sollten dann Sekunden später zu einem neu auftauchenden grünen Punkt blicken. Ermittelt wurde wie lange diese Blickzielbewegung, die sogenannte Sakkade, dauerte. Das Ergebnis: Wurden die richtigen Neurone in der Hirnrinde optogentisch stimuliert, verkürzte sich die Reaktionszeit der Affen merklich. Während optogenetische Experimente mit  wirbellosen Tieren wie den Fadenwurm Caenorhabditis elegans schon zahlreiche neue Erkenntnisse geliefert haben, ist es den Forschern nach eigenen Angaben jetzt zum ersten Mal gelungen, das Verhalten eines Primaten zu beeinflussen.

Diese auf den ersten Blick unscheinbare Änderung könnte langfristig dazu dienen, neue Therapien für neurologische Krankheiten, wie etwa Parkinson, zu entwickeln. Statt wie bisher durch elektrische Mikrostimulation ungerichtet viele Nervenzellen zu beeinflussen könnte mit den optogenetischen Methoden gezielt auf die betroffenen Zelltypen eingewirkt werden, ohne andere Neurone in ihrer Funktion zu stören, so die Forscher.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/licht-trick-steuert-affen.html

Alkohol

03.03.2015 Jeder kennt das Phänomen: Hat man einen Schwips, wird es schwierig das Schlüsselloch zu finden oder noch geradeaus zu gehen. Doch deutsche Forscher konnten diesen Effekt nun aufheben – mit dem Kuschelhormon Oxytocin.

Mikroben

02.03.2015 Klein, kleiner, am kleinsten: Forscher haben ein Bakterium entdeckt, das kleiner ist als man es bei Lebewesen bisher für möglich gehalten hat.

Transplantation

27.02.2015 Kopf ab und neuen Körper dran? Ein italienischer Forscher sorgt für Aufsehen: Der Neurowissenschaftler beschreibt, wie er schon in zwei Jahren eine Kopftransplantation durchführen könnte.

Tierversuche

25.02.2015 Ein Multiorganchip könnte bald Tierversuche überflüssig machen. Über den Entwicklungsstand des Mini-Menschen in Smartphone-Größe informierten

die Forscher jetzt bei einem Treffen in Berlin.

Neurobiologie

23.02.2015 Für Heißhunger-Attacken nach dem Kiffen haben Leipziger Forscher nun einen Grund gefunden: Schuld sind offenbar Cannaboide, die appetitdrosselnde Gehirnzellen kurzerhand umpolen.

Regenerative Medizin

18.02.2015 Bei Gelatine denken viele nur an Wackelpudding. Doch Biomaterialforscher haben aus Gelatine ein 3D-Gerüst hergestellt, mit dem Knochendefekte schneller verheilen.

Ernährung

16.02.2015 Kaffee schwächt die Nerven, macht Dich schwach und krank? Von wegen! Offenbar kann der Konsum von Kaffee sogar die DNA intakt halten.

Wettbewerb

12.02.2015 Einen Ohrwurm von Elvis Presley, Robin Ticke oder Lorde als Laborversion? Bei dem Lab Grammys wurden wieder die besten Labor-Musikvideos gekürt. Dieses Jahr ganz oben auf dem Treppchen: die abgewandelte Version eines Disney-Songs.

Mikrobiologie

11.02.2015 Dieser erste Platz ist wirklich verdient: Das Knöllchenbakterium Rhizobium ist zur Mikrobe des Jahres gekürt worden. Die Winzlinge sorgen dafür, dass Bohnen, Erbsen und Linsen natürlich gedüngt werden.

Mikrobiologie

09.02.2015 Zwischen Spinnern und Betrunkenen ist so manche Fahrt in der New Yorker Metro keine angenehme Erfahrung. Für Sauberkeitsfanatiker gibt es nun einen Grund mehr die U-Bahn zu meiden: Hunderte Bakterien, Viren und Pilze sind bei jeder Fahrt als Schwarzfahrer mit an Bord.

Kreidezeit

Alle Videos

Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder