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Knautschproteine aus Silikon
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Modelling

Knautschproteine aus Silikon

27.08.2012 - Ein Biophysiker aus Japan hat weiche, biegsame Proteinmodelle gebaut. Der komplexe Aufbau eines Proteins wird so im wahrsten Sinne greifbar.

Virtuelle 3D-Simulationen von Proteinstrukturen sind eine tolle Sache. Man erkennt auf einen Blick, wo die Bindungstaschen sind oder wie genau die Untereinheiten zusammengefügt sind. Allenfalls die fettigen Fingertapsen auf dem Präsentationsbildschirm nerven. Noch besser kann der Aufbau eines Proteins allerdings mit einem Silikonmodell verdeutlicht werden, bei dem Grapschen und Befingern nicht nur erlaubt sondern ausdrücklich gewollt sind. Masaru Kawakami hat für seinen Anfang August in der Zeitschrift Review of Scientific Instruments erschienenen Fachbeitrag zum Beispiel Modelle von Myoglobin, Hämoglobin, Rhodopsin (Foto) einem G-Protein-gekoppelten Rezeptor und einer bakteriellen Ribonuklease (Video) gefertigt. Die Hauptstruktur der Peptidketten ist farbig dargestellt, die Gesamtheit der Seitenketten besteht hingegen aus transparentem Silikon. Im Vergleich zu bisher entwickelten Modellen sind Kawakamis handtellergroße Modelle weich und biegsam. Der Tüftler arbeitet am Erweiterten Japanischen Institut für Wissenschaft und Technology (JAIST) in Nomi. Er hofft, dass seine tastbare Spielerei zu einem besseren Verstehen des Aufbaus eines Proteins und auch seiner Interaktionen wie beispielsweise Ligandenbindungen und Protein-Protein-Wechselwirkungen beitragen kann. Dabei schwebt ihm der Einsatz in Schulen und Universitäten, aber auch in den Seminarräumen von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen vor.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/knautschproteine-aus-silikon.html

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