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Kampf dem Impact Factor!
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Kampf dem Impact Factor!

22.08.2012 - Researchgate – ein soziales Netzwerk für Forscher – hat einen eigenen Vergleichswert für die wissenschaftliche Reputation entwickelt.

Viele Forscher schimpfen über ihn und doch bleibt er das Maß der Dinge in der Wissenschaft: der Journal Impact Factor (JIF). Die Researchgate GmbH aus Berlin will nun die Bewertung der Reputation von Wissenschaftlern an das 21. Jahrhundert anpassen und sagt dem JIF den Kampf an: Das junge Start-up hat vergangene Woche den Herausforderer mit dem Namen RG Score vorgestellt. Der Wert soll wesentlich zeitnaher und flexibler als der JIF Auskunft über die Aktivitäten eines Forschers geben. Zwingend nötig ist allerdings die Mitgliedschaft bei Researchgate, einem sozialen Netzwerk für Wissenschaftler. Die ist aber immerhin kostenfrei und soll es laut CEO Ijad Madisch auch weiterhin bleiben.  

Researchgate verspricht, dass der RG Score im Gegensatz zum JIF eine wesentlich umfassendere und damit auch demokratischere Art und Weise ist, die wissenschaftliche Reputation zu messen. Der RG Score bezieht alle Aktivitäten eines Forscher innerhalb des Netzwerks in die Berechnung mit ein: Fragen stellen und beantworten, eigene Rohdaten, Grafiken und Publikationen hochladen oder von anderen herunterladen sowie ganz generell das Beobachten der eigenen Aktivitäten durch andere Nutzer („Follower“). So können Forscher nahezu in Echtzeit ihre neuesten Ergebnisse der Webgemeinde vorstellen und ein schnelles Feedback erhalten.  

Die Nutzer des Netzwerks können die Aktivitäten auch bewerten. Eine clevere Antwort im Forum oder ein für einen anderen nützliches Rohdatenpaket führt so zu einem höheren RG Score. „Das Messverfahren bewirkt, dass der Ruf eines Forscher ohne Umwege durch andere Forscher geprägt wird“, so Madisch. Researchgate hofft, dass hohe RG Scores für die Wissenschaftler einmal genauso wie Veröffentlichungen mit hohen JIFs bei der Bewilligung von Forschungsanträgen oder bei Bewerbungen auf neue Stellen helfen werden. Die Berechnung des RG Scores bleibt allerdings intransparent, da der Algorithmus nicht öffentlich gemacht wird.

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