Nachrichten

iGEM: Sieg mit Mikrobenschmuck
Bild vergrößern

Wettbewerb

iGEM: Sieg mit Mikrobenschmuck

06.07.2012 - Schmuck, der vor UV-Strahlung warnt. Mit dieser Idee hat ein Heidelberger Team bei der Schüler-Ausgabe von iGEM gepunktet.

Als erstes deutsches Team überhaupt haben fünf  Heidelberger Schüler an dem internationalen Highschool-Wettbewerb iGEM („International Competition of Genetically Engineered Machines“) zur Synthetischen Biologie teilgenommen. Mit geringen Erwartungen waren die Jungforscher zum Finale am 30. Juni in die USA angereist. Jetzt kehrten sie mit Auszeichnungen in fünf Kategorien und dem Gesamtsieg nach Hause zurück. Der 16-jährige Jakob Kreft war überrascht, dass er und seine Teamkollegen am Ende auch noch die grüne Legostein-Trophäe in den Händen halten konnte: „Ich war total baff und dachte die Jury hätte sich vertan, als wir immer wieder aufgerufen wurden. Der Sieg war uns aber eigentlich nicht wichtig. Hauptsache wir hatten Spaß.“

Die Idee der Teenager zwischen 16 und 19 Jahren überzeugte: Armbänder und Halsketten, die über einen Farbumschlag dem Träger anzeigen, wie lange er in der Sonne bleiben kann. Gentechnisch veränderte Mikroben dienen hierbei als lebende Strahlensensoren. Durch die auftreffenden Sonnenstrahlen schütten die Bakterien ein Enzym aus, welches den Farbumschlag bewirkt. Für den Träger des Bakterienschmuckes ist dies das Signal, besser den Schatten aufzusuchen. Um ihr Projekt vorzubereiten, trafen sich die fünf Gymnasiasten im Heidelberger Life-Science Lab nach dem regulären Unterricht oder auch am Wochenende. In biotechnologie.tv erklärte die 16-jährige Charlotte Bunne wie der Mikrobenschmuck genau funktioniert. 

Der iGEM-Wettbewerb wird seit 2003 vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston jährlich ausgerichtet. Neben den iGEM-Ausscheidungen für Studenten findet seit vergangenem Jahr auch ein Wettbewerb nur für Schüler statt. Dieses Jahr nahmen 39 Teams teil. Ziel des Wettstreits ist es, bestimmte künstliche Biomoleküle, Zellen oder Bakterien zu konstruieren, die es in der Natur so nicht gibt und die einen bestimmten Zweck erfüllen.

Die Schüler des deutschen iGEM-Teams kommen aus verschiedenen Gymnasien in Wiesbaden, Kalsruhe und Heidelberg und forschen schon seit Jahren in ihrer Freizeit am Heidelberger Life-Science Lab, einer Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Dies hat die Förderung besonders mathematisch und naturwissenschaftlich begabte Mittel- und Oberstufenschüler zum Ziel. 

laborwelt.de/al

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/igem-sieg-mit-mikrobenschmuck.html

24.11.2014 Schwul oder nicht? Ob die Antwort in den Genen liegt, wird schon lange heiß diskutiert. Den bisher stichhaltigsten Beweis dafür liefert nun eine genetische Analyse von 409 Brüderpaaren.

20.11.2014 Ein Kuss dauert durchschnittlich zehn Sekunden. Diese kurze Zeit reicht aus, um beim Zungenspiel etwa 80 Millionen Bakterien mit dem Kusspartner auszutauschen.

19.11.2014 Rund 4.000 Menschen infizierten sich 2011 mit EHEC. Warum der gefährliche Darmerreger damals zum Killer wurde, haben nun Berliner Forscher aufgeklärt.

17.11.2014 Ist eine Frau während der Schwangerschaft übergewichtig, ist das für das Ungeborene wegweisend: Schon im Mutterbauch wird der Stoffwechsel beim Nachwuchs „auf dick programmiert".

14.11.2014 Ein paar Blutstropfen reichen schon: Fleischfresser können den Geruch von Blut auch aus weiter Entfernung erschnuppern. Den charakteristischen Duft von Blut ruft nur eine einzige Substanz hervor, wie schwedische Forscher nun herausfanden.

Insekten

12.11.2014 Vor den Dinosauriern waren die Insekten die alleiniger Herrscher der Lüfte. In einem Mammutprojekt wurde nun der Insekten-Stammbaum in bisher noch nie erreichter Detailtiefe verbessert.

Sinneswahrnehmung

10.11.2014 Unsere Nase warnt uns vor angebrannter Suppe und saurer Milch, ja, der Geruchssinn scheint sogar die Partnerwahl mitzubestimmen. Dass Frauen wesentlich mehr Zellen in ihrem Riechkolben haben, zeigen nun brasilianische Forscher.

Impfung

07.11.2014 Drogen spritzen, aber nicht high werden? Ein von US-Forschern entwickelter Impfstoff sorgt dafür, dass Antikörper Drogenstoffe im Blut abfangen und so Süchtige clean bleiben.

Neurowissenschaft

05.11.2014 Im Gehirn läuft nicht alles glatt – und das ist gut so. Forscher fanden heraus: Unsere Nervenzellen kommunizieren in rauer Umgebung am besten.

Neurowissenschaft

03.11.2014 Gammliges Essen oder verrottete Leichen: Das findet wohl jeder eklig. Wie stark ein Mensch jedoch auf solch abstoßende Bilder reagiert, lässt Rückschlüsse auf seine politische Orientierung zu.

Whitepaper

Biotechnologie.tv

Alle Videos

Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder