Nachrichten

Gruppenbild mit 1.500 Spermien
Bild vergrößern

Technologie

Gruppenbild mit 1.500 Spermien

20.09.2012 - Spermien drehen sich lieber im Uhrzeigersinn. Das haben US-Forscher dank eines auf Holographie beruhenden, neuen Mikroskops entdecken können.

Frei bewegliche Zellen schwimmen, schwirren, wuseln und trudeln scheinbar unkontrolliert herum. Einzelne Zellen zu verfolgen und so komplexe Bewegungsmuster zu ermitteln, war bisher ein kniffliges Unterfangen. Mit dem von Aydogan Ozcan und seinen Kollegen von der Universität Kaliforniens in Los Angeles entwickelten Mikroskop kann man nun mit einer Aufnahme mehr als 1.500 Zellen gleichzeitig beobachten. Die Wissenschaftler haben ihre Methode am 17. September im Fachjournal  PNAS veröffentlicht. In einem der dort ebenfalls vorgestellten Versuche beobachteten die Ingenieure menschliche Spermien in einem Volumen von 17 mm2 Fläche und 0,5 bis 1 mm Tiefe. Dabei konnten sie über einen Zeitraum von 20 Sekunden alle Bewegungen der Spermien auf den Mikrometer genau aufzeichnen. Die Analyse der Daten zeigte, dass die Zellen ständig Haken schlagen, die Richtung ändern, überraschende Wendungen vollführen. Etwa 5% aller Zellen kommen zu einem gegebenen Zeitpunkt durch eine Schraubbewegung vorwärts. Dabei sind die Spermien zu 90% Rechtsdreher. Der Radius dieser Helixbewegung im Uhrzeigersinn beträgt 0,5 bis 3 Mikrometer. Mit 20 Umdrehungen pro Sekunde erreichen die flinken DNA-Träger eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Mikrometern in der Sekunde.  

Die neue Mikroskopiertechnik kommt ohne Linsen aus und kann so eine relativ große Fläche auf einmal untersuchen. In einem Winkel von 45° beleuchten zwei Strahlen von rotem und blauem Licht die Probe simultan, der Computer errechnet schließlich das endgültige Bild – ein Hologramm. Die dafür nötige Software schrieben die Wissenschaftler selbst. Nachdem sie zeigen konnten, dass ihr System gut funktioniert, wollen sie nun weitere Anwendungsfelder aufzeigen. So könnte beispielsweise das Verhalten von wenig erforschten Einzellern allgemein oder die Wirkung von Pharmazeutika auf die Bewegung von Zellen im Hochdurchsatz beobachtet werden.

© laborwelt.de/ml

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/gruppenbild-mit-1500-spermien.html

Pflanzenforschung

25.03.2015 Ob bei Husten oder Epilepsie: Viele Leute schwören auf Naturheilmittel. Der Wirkstoff einer afrikanischen Pflanze soll sogar Nierenkrebs heilen. Wie, das haben nun Forscher aufgeklärt.

Neurologie

23.03.2015 Gegen Egoismus gibt es keine Arznei – oder doch? US-Forscher haben eine Pille entdeckt, die Egozentriker zu fairen Menschen machen kann.

Ernährung

20.03.2015 Länger gestillte Kinder erzielen Jahre später ein besseres Gehalt. Außerdem sind ihre IQ-Werte besser als die von Kindern, die nur kurz gestillt wurden.

Neurologie

18.03.2015 Das Krebsmittel Epothinol hindert Tumore am Wachsen. Doch das Medikament kann noch mehr: Es heilt verletzte Nervenzellen im Rückenmark, wie eine neue Science-Publikation nun zeigt.

Liebe

16.03.2015 Er liebt mich, er liebt mich nicht. Früher wurden Gänseblümchen befragt, um die Frage nach der Liebe zu klären. Heute kann das ein MRT: Der Gehirnscan zeigt genau, wer verliebt ist und wer nur glaubt, verliebt zu sein.

Kurioses

13.03.2015 Urteil in der skurrilen Masern-Wette: Ein Impfgegner hatte für den Nachweis von Masernviren 100.000 Euro ausgelobt. Ein Arzt lieferte Beweise, doch zahlen wollte sein Wettpartner nicht. Zu Unrecht, wie jetzt ein Gericht entschieden hat.

Technologie

11.03.2015 Es gibt keinen Beweis dafür, dass Handystrahlen Krebs auslösen. Aber harmlos sind sie keinesfalls: Bei bereits bestehenden Tumoren wird das Wachstum deutlich angeregt.

Endokrinologie

09.03.2015 Beim Sport abrackern ist zu anstrengend? Vielleicht ist das bald gar nicht mehr nötig, um in Schuss zu bleiben: Ein neu entdecktes „Fitness-Hormon“ hat den gleichen Effekt wie Sport, sagen Forscher aus Kalifornien.

Impfstoffe

06.03.2015 Überraschender Coup eines deutschen Biotech-Unternehmens: Bill Gates pumpt rund 50 Mio. US-Dollar in den Tübinger Impfstoff-Spezialisten Curevac. Zusätzlich steckt der reichste Mann der Welt auch Geldmittel in unbekannter Höhe in die Entwicklung und klinische Erprobung von bei Curevac entwickelten Impfstoffen.

Impfstoffe

06.03.2015 Der größte Deal einer deutschen Biotech-Firma ist perfekt: Bill Gates pumpt rund 50 Mio. US-Dollar in den Tübinger Impfstoff-Spezialisten Curevac. Zusätzlich steckt der reichste Mann der Welt auch mehr als zwei Mrd. US-Dollar in die Entwicklung und klinische Erprobung von bei Curevac entwickelten Impfstoffen.

Biotechnologie.tv

Alle Videos


Benötigen Sie Etiketten, auf die Sie sich verlassen können?

Laborproben sind sehr rauen Bedingungen ausgesetzt. Sie werden in Gefrierschränken und Flüssigstickstoff aufbewahrt, mit aggressiven Chemikalien behandelt, und ihre Behälter werden in Heißwasserbädern erhitzt. Die Wissenschaftler von Brady haben Kennzeichnungsetiketten entwickelt, die sich optimal für diese rauen Bedingungen eignen. ...mehr


Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder