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Grünes Licht für strittigen Test
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Gendiagnostik

Grünes Licht für strittigen Test

11.07.2012 - Ein vorgeburtlicher Test auf Trisomie 21 soll trotz Kritik ab Juli zu haben sein. Baden-Württemberg wird den Markteintritt nicht verhindern.

Selten hat ein Medizinprodukt solchen Wirbel verursacht wie der PraenaTest© auf Trisomie 21 der Konstanzer Lifecodexx AG. „Ich halte den Test für illegal“, sagte der Behinderten-Beauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe (CDU) vergangene Woche in Berlin. Seine Einschätzung beruht auf einem von ihm in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten der Universität Bonn. Jedoch wird nach Informationen von Spiegel Online das zuständige Sozialministerium in Baden-Württemberg die im Juli beginnende Vermarktung des bereits genehmigten Tests trotz der Kritik nicht verhindern. Landessozialministerin Katrin Altpeter (SPD) bezieht sich dabei auf das Gendiagnostikgesetz, wonach vorgeburtliche genetische Untersuchungen durchgeführt werden dürfen, wenn sich damit Eigenschaften feststellen lassen, die die Gesundheit des Kindes vor oder nach der Geburt beeinträchtigen. Wie bei etablierten Methoden der Pränataldiagnostik wie der Fruchtwasseruntersuchung wird auch mit dem Lifecodexx-Test das Erbgut des Ungeborenen untersucht. Der entscheidende Unterschied: Der PraenaTest© gilt als gefahrlos. Bisher kommt es bei nämlich etwa 1% der 30.000 Schwangeren, die sich jährlich einer Fruchtwasseruntersuchung unterziehen, zu einer Fehlgeburt.

Der Test basiert auf dem Nachweis zellfreier fötaler DNA im Blut der Mutter. Bei einer vom Prinzip her ähnlichen Weiterentwicklung des Test konnte nicht nur die Zahl der Chromosomen des Ungeborenen bestimmt werden, sondern darüber hinaus auch die Sequenz des Embryo-Genoms. 

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/gruenes-licht-fuer-strittigen-test.html

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