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SOX9 macht Schaufel-Hände
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Genetik

SOX9 macht Schaufel-Hände

16.08.2012 - Schweizer Forscher haben die genetische Ursache für die großen Hände bei Maulwürfen aufgedeckt. Das SOX9-Gen führt zu den breiten Schaufelhänden.

Für Hobbygärtner sind die kleinen Buddelkünstler ein Plage. Mit ihren Händen können Maulwürfe in kürzester Zeit unzählige Erdhügel und ein ausgedehntes, unterirdisches  Gangsystem schaffen. Ein internationales Forscherteam hat nun das Gen aufgespürt, dass für die großen Hände von Maulwürfen verantwortlich ist. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Marcelo Sánchez-Villagra von der Universität Zürich haben ihre Erkenntnisse am 9. August im Fachjournal EvoDevo veröffentlicht.

Die Forscher verglichen die zeitliche Expression des SOX9-Gens während der embryonalen Entwicklung in den Händen und Füßen vom grabenden Maulwurf und der mit ihm eng verwandten Spitzmaus und Hausmaus. „Wir haben herausgefunden, dass bei den drei Arten während der Embryonalentwicklung das Gen zeitlich unterschiedlich exprimiert wird. Während SOX9 in Händen und Füßen der Spitzmaus und der Maus gleichzeitig exprimiert wird, tritt es beim Maulwurf zuerst in den Händen auf und erst später in den Füßen,“ so Co-Autorin Constanze Bickelmann vom Paläontologischen Institut und Museum der Universität Zürich.  

SOX9 ist an der Differenzierung von Knorpelzellen beteiligt, u. a. auch an der Entstehung des zusätzlichen „Daumens“ des Maulwurfs, dem Os falciforme. Dieser wirkt beim Graben unterstützend und tritt bei Spitzmäusen nicht auf, obwohl diese eine ähnliche Lebensweise wie Maulwürfe haben. Durch die verbreiterten Hände sind Maulwürfe optimal an ihre unterirdische Lebensweise angepasst. Sie fressen bevorzugt Insekten, die sie bei ihren Streifzügen durch ihr Tunnelsystem erbeuten. Dabei brauchen sie täglich nahezu die Hälfte des eigenen Gewichts an Nahrung. Längere Nahrungspausen zwischen 12 – 24 Stunden können Maulwürfe nicht überleben.

laborwelt.de/al

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