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Forschungs-TÜV für Experimente
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Forschung

Forschungs-TÜV für Experimente

20.08.2012 - Eine US-Initiative verleiht Gütesiegel für Forschungsergebnisse. Damit soll die Reproduzierbarkeit von Experimenten garantiert werden.

Nicht jedes spektakuläre Forschungsergebnis lässt sich später noch einmal in einem anderen Labor bestätigen. Egal ob Absicht, Willkür oder Versehen: Solch irreführenden Studien verschlingen Zeit und Geld jener Wissenschaftler, die sich auf deren Richtigkeit verlassen. Die am 14. August angelaufene Reproducibility Initiative (Initiative für die Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse) will nun zweifelhaften Ergebnissen an den Kragen. Die Idee: vor der Veröffentlichung einer Arbeit in einem wissenschaftlichen Fachjournal soll in Zukunft zuerst die Wiederholung der Kernexperimente in einem unabhängigen Labor stehen. Hinter der Initiative steht in erster Linie das Webdienstleistungsunternehmen Science Exchange aus Palo Alto (USA). Auf der Serviceplattform finden Forscher und Unternehmen, die ein bestimmtes Experiment verwirklicht haben wollen, die entsprechenden Spezialisten für jene Versuche. Für einen festgelegten Preis führen diese dann die Experimente für die Kunden durch.

Momentan müssen Forscher, die ihre Arbeit über einen unabhängigen Anbieter auf Science Exchange bestätigt sehen wollen, etwa 20 Prozent der Kosten der Originalstudie als Servicegebühr einplanen. Die Initiative hofft aber, dass bald staatliche Programme oder private Stiftungen diese Extraausgaben übernehmen werden. Immerhin könnte so verhindert werden, dass unnötig viele Staats- und Stiftungsgelder auf Forschungsfeldern versickern, die auf unfruchtbaren Böden – sprich zweifelhaften Versuchen – basieren.

Stellen sich die gewonnenen Ergebnisse als reproduzierbar heraus, darf sich die entsprechende Publikation mit einem Gütesiegel schmücken. Die Ergebnisse von Original- und Wiederholungsexperimenten werden schließlich in der Open-Access-Zeitschrift PLoS ONE veröffentlicht. In der eben gestarteten Pilotphase will die Reproducibility Initiative zunächst etwa 50 Studien auf diese Weise prüfen. Bewerber können ihren Antrag online einreichen.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/forschungs-tuev-fuer-experimente.html

26.11.2014 Kondome schützen am besten vor einer HIV-Infektion. In Tests hatten auch HIV-Vaginalgele gut abgeschnitten – diese versagen jedoch in der Praxis. Der Grund: Spermien behindern die Schutzfunktion.

24.11.2014 Schwul oder nicht? Ob die Antwort in den Genen liegt, wird schon lange heiß diskutiert. Den bisher stichhaltigsten Beweis dafür liefert nun eine genetische Analyse von 409 Brüderpaaren.

20.11.2014 Ein Kuss dauert durchschnittlich zehn Sekunden. Diese kurze Zeit reicht aus, um beim Zungenspiel etwa 80 Millionen Bakterien mit dem Kusspartner auszutauschen.

19.11.2014 Rund 4.000 Menschen infizierten sich 2011 mit EHEC. Warum der gefährliche Darmerreger damals zum Killer wurde, haben nun Berliner Forscher aufgeklärt.

17.11.2014 Ist eine Frau während der Schwangerschaft übergewichtig, ist das für das Ungeborene wegweisend: Schon im Mutterbauch wird der Stoffwechsel beim Nachwuchs „auf dick programmiert".

14.11.2014 Ein paar Blutstropfen reichen schon: Fleischfresser können den Geruch von Blut auch aus weiter Entfernung erschnuppern. Den charakteristischen Duft von Blut ruft nur eine einzige Substanz hervor, wie schwedische Forscher nun herausfanden.

Insekten

12.11.2014 Vor den Dinosauriern waren die Insekten die alleiniger Herrscher der Lüfte. In einem Mammutprojekt wurde nun der Insekten-Stammbaum in bisher noch nie erreichter Detailtiefe verbessert.

Sinneswahrnehmung

10.11.2014 Unsere Nase warnt uns vor angebrannter Suppe und saurer Milch, ja, der Geruchssinn scheint sogar die Partnerwahl mitzubestimmen. Dass Frauen wesentlich mehr Zellen in ihrem Riechkolben haben, zeigen nun brasilianische Forscher.

Impfung

07.11.2014 Drogen spritzen, aber nicht high werden? Ein von US-Forschern entwickelter Impfstoff sorgt dafür, dass Antikörper Drogenstoffe im Blut abfangen und so Süchtige clean bleiben.

Neurowissenschaft

05.11.2014 Im Gehirn läuft nicht alles glatt – und das ist gut so. Forscher fanden heraus: Unsere Nervenzellen kommunizieren in rauer Umgebung am besten.

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