Nachrichten

Fliegensex: Tödliches Treiben
Bild vergrößern

Verhaltensbiologie

Fliegensex: Tödliches Treiben

25.07.2012 - Für Stubenfliegen ist die Paarung im wahrsten Sinne des Wortes ein Risikoakt. Die dabei typischen Summgeräusche rufen den Fressfeind auf den Plan.

„Sex kills“ – Diese Erkenntnis steht für Stefan Greif vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen am Ende eines Langzeitexperiments mit Fledermäusen und Fliegen. In einem Kuhstall bei Marburg beobachtete der Biologe, wie die Fransenfledermaus des Nachts Jagd auf die Insekten machte. Videoaufnahmen von fast 9000 Fliegen zeigen, dass die tagaktiven Insekten nachts selten fliegen, sondern meist nur träge an der Decke herumlaufen. Der rauhe Untergrund lässt die Tiere dann für die Echoortung der Fledermäuse verschwinden.

Dies ändert sich schlagartig, wenn die Fliegenmännchen auf Brautschau gehen und einen passenden Paarungspartner gefunden haben. „Bei der Paarung geben die Fliegen einen Schub von klickenden Breitbandsignalen ab – wahrscheinlich erzeugt vom Flügelflattern des Männchens,“ berichten die Wissenschaftler. Was der Mensch als typisches tiefes Summgeräusch wahrnimmt, dient auch der Fledermaus als akustisches Leuchtfeuer. „Tonaufnahmen dieses Summens reichten schon aus, damit die Fledermäuse den Lautsprecher angriffen“, sagte Erstautor Björn Siemers dem Hamburger Abendblatt. In etwa fünf Prozent aller beobachteten Kopulationen wurden das Liebespaar gleich im Doppelpack von den Fledermäusen angegriffen – und in etwa der Hälfte aller Fälle verspeist. Wurden den nächtlichen Jägern hingegen andere Töne vorgespielt, ignorierten die Tiere die Geräusche. Auch für tote Fliegenpaare konnten sich die nächtlichen Jäger nicht erwärmen. Das zeige, dass die Fledermäuse gezielt auf die Paarungsgeräusche der Fliegen reagierten, so die Forscher.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/fliegensex-toedliches-treiben.html

Krebs

29.04.2016 Bei Blutkrebs bietet oft eine Stammzelltransplantation die einzige Chance auf Heilung. Das Problem: Das Immunsystem des Empfängers bekämpft die fremden Zellen. Für eine recht ungewöhnliche Idee, dies zu unterbinden, hat die Ärztin Andrea Tüttenberg nun einen Preis abgeräumt.

Nutrigenomik

25.04.2016 Glukose-Fruktose-Sirup ist als billiges Süßungsmittel weltweit auf dem Vormarsch. Allerdings wird er häufig in Verbindung mit Stoffwechselkrankheiten gebracht. Jetzt zeigt eine US-Studie: Fruktose krempelt tatsächlich die Hirnfunktionen gehörig um. Als Gegenmittel kommt eine allseits beliebte Fettsäure ins Spiel.

Genomanalytik

20.04.2016 Wer ist glücklich? Zum großen Teil sind es Umweltfaktoren, die Menschen zufrieden machen. Doch ein bisschen Glück ist in den Genen verankert – dies stellte sich nun in einer internationalen Langzeitstudie heraus.

Evolution

18.04.2016 Ein Harem voller Frauen? Tatsächlich hat sich die Monogamie beim Menschen schon lange durchgesetzt. Neueste Forschung legt nahe, dass Geschlechtskrankheiten der Vielweiberei den Garaus machten.

Bioprozesse

13.04.2016 Ob Rhabarbersaft oder Rosé: Verdorbene Getränke schmecken niemandem. Doch wie können Getränke haltbar gemacht werden, ohne dass wertvolle Inhaltsstoffe verlorengehen? Fraunhofer Forscher fanden die Lösung: Sie rücken Mikroben mit Druck zuleibe.

Psychologie

11.04.2016 Die Neugier ist dem Menschen angeboren, ohne sie wäre so manche Entdeckung nie gemacht worden. Doch sie hat auch eine dunkle Seite: Um ihren Wissensdrang zu stillen, nehmen Menschen sogar Schmerzen in Kauf.

Xenotransplantation

06.04.2016 Spenderorgane sind rar. Organe von Schweinen sind da eine Alternative. Forscher haben nun ein Schweineherz genetisch so verändert, dass es über Jahre in einem Affen schlagen konnte.

Genetik

04.04.2016 Wissenschaft irrt sich nie? Von wegen! Eine Studie, die massenhaft Fremd-DNA im Erbgut der wundersamen Bärtierchen gefunden hatte, wurde jetzt widerlegt. Die Forscher hatten mit verunreinigten DNA-Proben gearbeitet.

Synthetische Biologie

30.03.2016 Nur 473 Gene hat das Bakterium Syn 3.0 – so wenig Erbanlagen besitzt kein Lebewesen sonst. US-Forscher haben den Designer-Einzeller im Labor erzeugt, und damit eine neue Rekordmarke für ein Minimalgenom aufgestellt.

Forschungsskandal

29.03.2016 Einst als Wegbereiter der Stammzellforschung gefeiert, steht Chirurg Paolo Macchiarini seit längerem für wissenschaftliches Fehlverhalten unter Beschuss. Nun setzte ihn sein Arbeitgeber, das renommierte Karolinska-Institut, vor die Tür.

Bild der Woche

Alle Bilder

ADVERTORIAL



Produkt der Woche

Alle Produkte