Nachrichten

Fliegen-Software fürs Heimlabor
Bild vergrößern

Forschung

Fliegen-Software fürs Heimlabor

13.08.2012 - Hobby-Forscher aufgepasst: Mit einer kostenlosen Software kann nun jeder das Verhalten von Fruchtfliegen analysieren.

Jedermann kennt die kleinen Biester. Sie naschen vom frischen Obstteller, ertrinken im leckeren Fruchtsaft oder schwirren wirr im Raum umher: Taufliegen. Sehr zielgerichtet wirkt ihr Verhalten nicht. Doch was treiben die winzigen Fliegen da eigentlich? Dieser Frage gehen deutsche und spanische Wissenschaftler nach. Dazu verwenden die Forscher keine teuren Gerätschaften, sondern Technik, die bei den meisten Menschen bereits heutzutage im Wohnzimmer zu finden ist. Ein PC & eine Digitalkamera genügen, um mit einer Open Source Software das Verhalten von Taufliegen zu erforschen.

Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und des Centre for Genomic Regulation in Barcelona haben die kostenlose Software entworfen. Die Idee der Entwickler: eine simple Programmiersprache soll es auch Hobby-Forschern ermöglichen, die Software ohne großen Aufwand für ihre Experimente umzuschreiben. Ein kleines Netzwerk von Forschern, welche die Software verwenden, ist bereits am entstehen. „Es ist sehr spannend zu sehen, wie andere Wissenschaftler unsere Entwicklungen benutzen, weil sie kostenlos und einfach anzuwenden sind“, freut sich Dr. Julien Colomb, der Erstautor der Berliner Arbeit. In einem Youtube-Video zeigen die Hauptstädter, wie ihre Software funktioniert.

Die beiden Teams sind Teil einer wachsenden Bewegung von „Open Science“-Verfechtern. Ziel der Bewegung ist der allgemeine Zugang zu öffentlich geförderten Forschungsarbeiten – und das am liebsten nicht nur in Form der fertigen Publikation, sondern quasi „live“, also während ihrer Entstehung. „Ich bin begeistert von der Idee, dass alles einmal so billig und einfach wird, dass im Prinzip jeder diese Experimente durchführen könnte, selbst der Schüler mit Fruchtfliegen aus der Küche – ein echtes Bürgerwissenschaftsprojekt“ sagt PD Dr. Björn Brembs, Leiter des Teams der Freien Universität Berlin.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/fliegen-software-fuers-heimlabor.html

Klinische Studie

08.02.2016 Warum starb ein Mann bei einer klinischen Studie? Das französische Gesundheitsministerium untersucht den Vorfall. Das erste Fazit: Das Forschungsinstitut hat zu langsam reagiert.

Ernährung

04.02.2016 Schwangere und stillende Mütter sollten nicht zu viel fettes Essen zu sich nehmen: Die fettreiche Kost könnte die Aktivität bestimmter Gene beim Nachwuchs beeinflussen und so Übergewicht fördern.

Genome Editing

27.01.2016 Grünes Licht für Keimbahn-Experimente: Erstmals wird britischen Forschern erlaubt, gezielt das Erbgut von menschlichen Embryonen zu verändern. Dazu nutzen sie die Präzisions-Genschere CRISPR/Cas9.

Gentechnik

27.01.2016 Über die Risiken der Gentechnik wird europaweit gestritten. Nun tut sich ein neuer Skandal auf: In Italien soll ein Forscher gleich sieben Studien zur Gefahr von Gentech-Soja gefälscht haben.

Antibiotika

25.01.2016 Scharfe Geschütze für Babys: Muttermilch macht gefährlichen Mikroorganismen den Garaus. Britische Forscher kupferten den antibakteriellen Wirkmechanismus nun ab und bastelten ein künstliches Virus, das Bakterien mit nur einer Berührung töten soll.

Chemie

20.01.2016 Nicht nur Süßes macht dick. Weichmacher von Wurst-und Käseverpackungen können den Hormonhaushalt durcheinander bringen und so Übergewicht verursachen.

Klinische Studie

18.01.2016 Ein Medikamententest in Frankreich endete im Desaster. Ein Proband ist tot, fünf weitere haben möglicherweise irreversible Nervenschäden davongetragen.

Infektion

14.01.2016 Die 1000-Dollar-Pille zur Behandlung von Hepatitis C war ein Schock und hat die

Debatte um Arzneipreise heftig angeheizt. Aber es geht auch günstiger: mit einer Migränepille.

Alterung

11.01.2016 Viele Kinder, viele Sorgen? Von wegen! Der Kindersegen lässt Mütter länger jung bleiben, fanden jetzt kanadische Forscher heraus. Die Chromosomen von kinderreichen Frauen sind besser in Schuss.

Forschung

08.01.2016 Rund die Hälfte aller Menschen plagt der "Magenteufel" Helicobacter pylori. Doch erstaunlicherweise trug bereits Ötzi das Bakterium in sich: Forscher konnten den Magenkeim über DNA-Tests erstmals in der Gletschermumie nachweisen.

Bild der Woche

Alle Bilder



Advertorial

Produkt der Woche

Alle Produkte