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Epigenomik: Wir forschen mit
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Genomforschung

Epigenomik: Wir forschen mit

31.08.2012 - Im September startet das Deutsche Epigenom-Programm DEEP. In den kommenden fünf Jahren soll die Steuerung von Krankheitsgenen geklärt werden.

Seit 2003 kennt man die Sequenz des menschlichen Erbguts. Doch mit der Bestimmung des Humangenoms waren längst nicht alle Fragen geklärt. In den vergangenen Jahren mussten die Forscher erkennen, dass sogenannte epigenetische Markierungen bei der Ausbildung biologischer Eigenschaften ihre Hand im Spiel haben. Die Gesamtheit dieser Markierungen, das Epigenom, unterscheidet sich von Zelltyp zu Zelltyp. Am 28. August erklärte das Bundesministerium für Forschung und Entwicklung die Aufdeckung epigenetischer Prozesse zu einer vorrangigen Aufgabe: Ab September 2012 wird es in den kommenden fünf Jahren insgesamt 16 Mio. Euro in die Erfassung und Vermessung epigenetischer Prozesse stecken. Dabei müssen unter anderem die 3,5 Mrd. Basenpaare des Humangenoms zirka 20.000 Mal auf epigenetische Markierungen untersucht werden. Verwirklicht werden soll diese Herkulesaufgabe vom Deutschen Epigenom-Programm (DEEP). 21 Forschergruppen arbeiten am DEEP mit, die Federführung hat Jörn Walter von der Universität des Saarlandes.  

Das DEEP ist Teil einer internationalen Initiative. Das „International Human Epigenome Consortium“ (IHEC) will die Epigenome von insgesamt 1.000 Zelltypen bestimmen. Die deutschen Forscher konzentrieren sich dabei auf eine Gruppe von 70 Zelltypen, die bei Stoffwechsel- und Entzündungskrankheiten eine Rolle spielen. Darunter fallen beispielsweise Zellen, die charakteristisch für krankhaftes Übergewicht und rheumatische Arthritis sind. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sieht die Forschungsgelder daher gut investiert: „Die Aufklärung epigenetischer Merkmale führt zu einem verbesserten Verständnis des molekularen Wechselspiels zwischen Umwelt und Individuum und wird damit entscheidende Beiträge zu den Themen medizinische Prävention, Alternsforschung sowie zur Entwicklung individualisierter Therapien leisten.“

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