Nachrichten

Neue Fliegenart mit Gen-Schranke
Bild vergrößern

Forschung

Neue Fliegenart mit Gen-Schranke

30.07.2012 - Schweizer Forscher haben eine neue Fliegen-Spezies erzeugt. Eine Gen-Barriere verhindert die Fortpflanzung von Drosophila synthetica mit der natürlichen Art.

Gerade im Sommer ist es ein wohl bekanntes Phänomen: Kaum hat man Früchte in den Obstkorb gelegt oder vergessen, den Abfall zu beseitigen, schon schwirren dutzende Taufliegen in der Wohnung herum. Die kleinen Insekten scheinen sich wie von Zauberhand zu materialisieren. Schweizer Forscher haben nun mit Hilfe genetischer Methoden eine neue Taufliegen-Art geschaffen. Die Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler von der Universität Bern am 25. Juli in der Fachzeitschrift Plos One

Die Forschergruppe um den Zellbiologen Eduardo Moreno hat die bekannte Taufliegen-Art Drosophila melanogaster gezielt genetisch verändert. Im Vergleich zur natürlich vorkommenden Spezies hat die neue Fliegen-Version hellere Augen und anders geformte Flügel.  Der Clou der Forschungsarbeit liegt darin, dass die Wissenschaftler zudem eine künstliche genetische Barriere zwischen den Arten eingerichtet haben. Die Folge: Die genetisch veränderte Taufliege kann sich nicht mit der natürlich vorkommenden Spezies fortpflanzen. „Die so entwickelte Fliegen-Art erhielt den Namen Drosophila synthetica, um sie von der natürlichen Fruchtfliege zu unterscheiden“, sagt Eduardo Moreno. Drosophila synthetica ist das erste transgene Tier, das sich nicht mit dem Wildtyp vermehren kann, selbst aber fruchtbar bleibt und sich mit anderen Taufliegen ihrer Art fortpflanzen kann. 

Eduardo Moreno ist überzeugt, dass die neue Tauffliegen-Art künftig als Modell für die Entwicklung anderer transgener Organismen dienen könnte: „Wenn alle gewünschten genetischen Veränderungen auch mit entsprechenden Artenbarrieren versehen würden, so dass sich der veränderte Organismus nicht mit der natürlichen Art vermischen kann, dann könnten wir Risiken eingrenzen und natürliche Arten vor unerwünschten Kreuzungen mit transgenen Organismen schützen“, sagt Moreno.

laborwelt.de/al

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/drosophila-synthetica.html

Neurobiologie

29.10.2014 Das Navi ist auf Reisen ein treuer Gehilfe. Auch die Vorläufer unserer

Nervenzellen finden ohne einen Lotsen nicht das Ziel, wie deutsche Forscher nun zeigen.

Transplantationsmedizin

27.10.2014 Das Herz stand minutenlang still – nun schlägt es wieder in einem anderem Körper. In Australien haben Chirurgen zum ersten Mal ein Herz transplantiert, das bereits zu schlagen aufgehört hatte.

Reproduktionsmedizin

24.10.2014 Haben Fleischesser bessere Chancen auf Nachwuchs? Laut einer US-Studie soll vegetarische Kost die Spermienanzahl verringern. Zudem sind Samenzellen weniger aktiv.

Regenerative Medizin

23.10.2014 Mit einer spektakulären Methode haben US-Forscher einem Gelähmten zum Laufen verholfen. Dafür mussten sie Zellen aus seiner Nase entnehmen und in sein Rückenmark verpflanzen.

Ernährung

22.10.2014 Auch kein Fan von Rosenkohl oder Grapefruit? Bittere Kost schmeckt nicht jedem. Dass auch Hühner Bitteres erschmecken können, zeigen nun deutsche Forscher.

Paläontologie

20.10.2014 Gibt es Sex schon viel länger als bisher angenommen? Laut australischen Forschern haben sich Fische schon vor 400 Millionen Jahren geschlechtlich fortgepflanzt.

Reproduktionsmedizin

16.10.2014 Kind oder Karriere? Apple und Facebook wollen ihren Angestellten diese Entscheidung nun erleichtern: Die Konzerne zahlen rund 16.000 Euro an Mitarbeiterinnen, die ihre Eizellen einfrieren lassen.

Zoologie

15.10.2014 Neugeborene werden normalerweise von ihrer Mutter liebevoll umsorgt. Doch manche Mütter vernachlässigen ihre Kinder. Ein Grund: eine hormonelle Signalstörung im Gehirn bei zu viel Stress.

Molekulardiagnostik

13.10.2014 500 Flaschen Bier trinkt jeder Deutsche im Jahr. Doch schon in der Brauerei kann es zu Verunreinigungen mit Bakterien kommen. Ein US-Startup kann nun kontaminiertes Bier in Rekordzeit erkennen.

Chemie-Nobelpreis

08.10.2014 Stefan Hell ist näher dran an Zellen als es je für möglich gehalten wurde. Der Göttinger Forscher und Spezialist für hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie wurde nun mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet.

Whitepaper

Biotechnologie.tv

Alle Videos

Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder