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DNA-Kopierer: So groß wie 1 Cent
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Forschung

DNA-Kopierer: So groß wie 1 Cent

02.08.2012 - Mit einem von Freiburger Forschern entwickelten winzigen Chip können gleichzeitig hunderttausend einzelne DNA-Sequenzen vervielfältigt werden.

Das Herzstück der neuen Technik ist gerade einmal so groß wie eine 1 Cent-Münze. In einem Chip mit hunderttausend Vertiefungen – dem Picowell Array – werden die DNA-Sequenzen so verteilt, dass statistisch betrachtet jeweils genau eine Sequenz in genau einer Vertiefung landet. Danach wird der Chip mit einem einzigen gewöhnlichen Mikroskopie-Objektträger verschlossen. Die enthaltene DNA kann dann mittels PCR vervielfältigt und anschließend mit Next Generation Sequencing entziffert werden. Der Clou: Die bei der PCR entstehenden DNA-Kopien binden an genau der Stelle an den Objektträger, die der Position der ursprünglichen Sequenz entspricht. Der Objektträger lässt sich dann, ähnlich wie ein DNA-Mikroarray, zur schnellen und kostengünstigen Analyse kompletter Genome einsetzen – ohne Spezialgeräte oder zusätzliche Übertragungsschritte.

Entwickelt wurde das nun im Fachmagazin Lab on a Chip präsentierte neue Verfahren am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg. Geht es nach den Forschern, könnte das System künftig DNA-Tests in der personalisierten Medizin vereinfachen. „ Die Analyse einer Tumorzelle kann beispielsweise Aufschluss darüber geben, welche Signalwege in der Zelle fehlerhaft sind. Dieses Wissen ist in der personalisierten Medizin hilfreich, um Medikamente zielgerichtet auf eine Patientengruppe maßzuschneidern“, heißt es dazu aus Freiburg.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/dna-kopierer-so-gross-wie-1-cent.html

Biochemie

27.06.2016 Krebserkrankungen sind im Normalfall nicht von Organismus zu Organismus übertragbar. Zu den wenigen Ausnahmen kommt nun eine weitere hinzu: Bei Muscheln fanden internationale Forscher einen Krebs, der sich über Ansteckung verbreitet – sogar über Artengrenzen hinweg.

Chemie

22.06.2016 Um Weinsorten zu unterscheiden, braucht es eine feine Zunge und Jahre der Erfahrung, so heißt es. Doch Heidelberger Forscher haben nun einen Sensor entwickelt, der Weißweine anhand eines chemischen Fingerabdrucks mittels Fluoreszenz erkennt.

Klimawandel

20.06.2016 Das erste Säugetier ist dem Klimawandel zum Opfer gefallen. Australische Forscher erklärten die Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte für ausgestorben. Die Nager waren nur auf einer einzigen Insel des Great Barrier Reef zuhause.

Fotosynthese

15.06.2016 Krebsrot nach dem Sonnenbaden - das kann weh tun. Aber nicht nur Menschen, auch Pflanzen müssen sich vor Sonnenbrand schützen. Die Grünalge C.reinhardtii tut das mit einem speziellen Protein, wie Forscher herausfanden.

Psychologie

13.06.2016 Die meisten glauben, sie wären glücklicher, hätten sie nur mehr Geld. Die wirklich glücklichen Menschen jedoch wünschen sich nur eins: mehr Zeit. Das fanden kalifornische Forscher heraus.

Psychiatrie

08.06.2016 Ärger zu Hause oder im Büro zehrt an den Nerven und beeinflusst enorm die Leistung. Verantwortlich dafür ist das Hormon CRH, dass bei sozialem Stress aktiv wird, wie Max-Planck-Forscher erstmals zeigen konnten.

Ökologie

06.06.2016 Die Weltmeere sind voller Plastik. Das hat einen gewaltigen Einfluss auf das Leben von Fischen. Diejenigen von ihnen, die mit Plastikkost aufwachsen, legen merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag – und sterben schnell.

Epigenetik

01.06.2016 Kinder, die in Armut aufwachsen, leiden später häufiger an Depressionen, wie US-Forscher jetzt beweisen konnten. Die Veränderungen im Gehirn können danach sogar das Erbgut verändern, so dass die Krankheit möglicherweise weiter vererbt wird.

Klimaerwärmung

30.05.2016 Steigende Wassertemperatur in den Ozeanen ist keine gute Nachricht für die meisten Meeresbewohner. Aber nicht für den Oktopus. Die achtarmigen Kopffüßer sind unter den Gewinnern der Ozeanerwärmung, zeigen australische Forscher.

Ernährung

25.05.2016 Mehlwurm am Spieß oder Heuschrecken-Gulasch? Das finden viele ekelhaft. Wissenschaftler wollen uns Raupe und Co. schmackhaft machen. Sie setzen auf Aufklärung durch mehr Forschung.

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