Nachrichten

Das Bananom ist da
Bild vergrößern

Genomforschung

Das Bananom ist da

13.07.2012 - Kann das die Rettung für die bedrohte Supermarktbanane sein? Französische Forscher haben das Genom der Wildbanane entziffert.

Das Genom der Wildbanane ist jetzt bekannt. Französische Wissenschaftler um Erstautorin Angélique D’Hont teilten in Paris mit, dass das Erbgut der Variante DH Pahang der Wildsorte Musa acuminata mehr als 36.500 Gene umfasst. Die entsprechende Studie wurde am 11. Juli im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht. Neben dem Genom ist aber eine andere Erkenntnis der Forscher von vor allem praktischem Nutzen: Im Vergleich zur Supermarktbanane kann das wilde Pendant eine Reihe von Pilzen, Bakterien und Viren in Schach halten. Die Forscher vom Pariser Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung wollen nun herausfinden, welche Gene dafür verantwortlich sind. Dieses Wissen könnte der Supermarktbanane helfen. Deren Zukunft ist nämlich bedroht.  

In den 50er Jahren wurde die damals vorherrschende Bananen-Sorte Gros Michel durch eine Krankheit vollständig ausgelöscht. Wie Gros Michel damals ist heute die Supermarktbanane Cavendish weltweit verbreitet. Und beide haben eine ähnliche Achillesferse: Die Sorten besitzen keine Samen und sind somit steril. Vermehrt werden sie über Ableger. Damit ist die genetische Variabilität extrem gering, was sie wiederum anfällig gegenüber Schädlingen macht. Für Cavendish sind die Schwarzen Blattmasern und eine neue Form der Panama-Krankheit momentan die größten Bedrohungen. Ihr kann durchaus ein ähnliches Schicksal blühen wie damals Gros Michel. Die Resistenzgene der Wildbanane könnten aber die Rettung sein. Da herkömmliche Züchtungsmethoden bei der sterilen Banane nicht anwendbar sind, bleibt im Ernstfall wohl nur die gentechnische Veränderung der Banane. Mit 14 Kilogramm pro Jahr ist die Banane der Deutschen zweitliebste Frucht. Bei dem zur Zeit vorherrschenden Gentechnik-skeptischen Klima im Land darf allerdings bezweifelt werden, ob sich bei einer möglichen Bananenknappheit eine genetisch veränderte Banane durchsetzen wird. 

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/das-bananom-ist-da.html

Publikationen

27.05.2015 2014 sorgte eine Science-Studie für Aufsehen: Konservative wurden aufgeschlossener gegenüber der Homo-Ehe, sobald sie Schwule kennengelernt hatten. Doch nun kommt heraus: Die gesammelten Daten sind vermutlich frei erfunden.

Genetik

26.05.2015 Von der blutsaugenden Femme fatale zum harmlosen Mückenmännchen: US-amerikanische Wissenschaftler haben einen Genschalter gefunden, mit dem sich das Geschlecht von Mücken wechseln lässt.

Personalie

20.05.2015 Die Suche nach einem Chef für das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) geht weiter: Der Wiener Genetiker Josef Penninger hat sich überraschend gegen den Top-Job in Berlin entschieden.

Genetik

18.05.2015 Der eine gähnt noch, während der andere schon seit Stunden bei der Arbeit sitzt. Ob man Frühaufsteher oder Morgenmuffel ist, könnten bis zu 80 Gene entscheiden – das zeigen nun britische Forscher.

Unfruchtbarkeit

11.05.2015 Laut französischen Forschern konnte erstmals erfolgreich menschliches Sperma im Reagenzglas gezüchtet werden. Dank einer neuen Technik sollen sich Vorläuferzellen aus Hoden in funktionstüchtige Spermien entwickelt haben.

Forschung

06.05.2015 Früher war alles anders, so heißt es. Das gilt sogar für Schampus, wie nun eine Analyse ergab: Der aus einem Schiffswrack geborgene 1840er Champagner war süßer uns süffiger als der Tropfen von heute.

Forschung

04.05.2015 Wegen angeblicher Tierquälerei bei seinen Versuchen mit Primaten steht das Tübinger Max-Planck-Institut schon seit längerer Zeit unter Beschuss. Nun will Direktor Logothetis die Forschung an den Affen einstellen.

Sexismus-Debatte

30.04.2015 Ein unsachliches und offen sexistisches Gutachten zu einer wissenschaftlichen Arbeit bringt die Netzgemeinde auf die Palme. Eine Beschwerde der beiden Autorinnen beim Journal wurde drei Wochen lang ignoriert.

Immunologie

29.04.2015 Darmbakterien spielen bei Krankheiten wie Morbus Crohn eine wichtige Rolle. Münchner Forscher haben nun erstmals belegt, dass ein bakterielles Ungleichgewicht Ursache Krankheit ist.

Biotechnologie.tv

Alle Videos


Beständige Etiketten für jede Laborprobe

Laborproben sind sehr rauen Bedingungen ausgesetzt. Die Wissenschaftler von Brady haben Kennzeichnungsetiketten entwickelt, die sich optimal für die rauen Bedingungen eignen. Laboretiketten für Kryoproben, Fläschchen, Objektträger, …

Laden Sie den neuen Leitfaden für die Probenkennzeichnung herunter!


Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder