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Beigefarbenes Fett aufgespürt
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Stoffwechsel

Beigefarbenes Fett aufgespürt

16.07.2012 - Der Mensch hat wohl doch kein braunes, dafür aber beigefarbenes Fettgewebe. Die Pölsterchen sind nun ein Ziel für Adipositas-Therapien.

Wenn von Körperfett die Rede ist, dann ist fast immer das weiße Fettgewebe an Bauch, Bein oder Po gemeint. Forscher von der Harvard Medical School in Boston (USA) haben jetzt beigefarbenes Fettgewebe entdeckt. In einer im Fachmagazin Cell vom 12. Juli präsentierten Studie zeigen sie, dass sich dieses Fettgewebe von weißem und auch dem darüber hinaus noch bekannten braunen Fett unterscheidet. Auch bei Menschen ohne Rettungsring und Bierbauch ist immerhin fast ein Fünftel des Körpergewichts weißes Fettgewebe. Es dient dem Körper als Speicher für nicht benötigte Energie. Das weniger häufig vorkommende braune Fett wurde zuerst bei Tieren, die Winterschlaf halten, und bei Neugeborenen gefunden. Wie eine Heizung produziert es viel Wärmeenergie und hält so den Körper auf Temperatur. Auch beim erwachsenen Menschen wurde solches braune Fettgewebe entdeckt. Doch das stellt sich womöglich als ein Trugschluss heraus. Die Ergebnisse der US-Forscher deuten nämlich auf ein anderes Genaktivitätsprofil und einen anderen Ursprung dieser Fettzellen hin. Während sich echte braune Fettzellen aus Muskelzellen entwickeln, entstehen die fälschlicherweise als braun deklarierten Fettzellen aus weißem Fettgewebe. Daher schlagen die Forscher vor, die kleinen, erbsengroßen Fettpölsterchen an Schlüsselbein und Rücken als beigefarbenes Fettgewebe zu bezeichnen.

Trotzdem ähneln beigefarbenen Zellen stark den braunen Fettzellen. Beide Zellsorten besitzen viele Mitochondrien, die sogenannten Kraftwerke der Zelle. Das in den Mitochondrien vorkommende Eisen ist übrigens der Grund für die dunklere Farbe dieser Fettzellen. Während braune Fettzellen aber im Dauerbetrieb sind, müssen die beigefarbenen Zellen erst durch Kälte oder Hormone wie zum Beispiel Irisin angeschaltet werden. Hier sehen die Wissenschaftler auch Therapie-Möglichkeiten zur Bekämpfung von Fettleibigkeit. Sie wollen neben Irisin noch andere Substanzen entdecken, die den Stoffwechsel der beigefarbenen Fettzellen ankurbeln und so die Kalorienverbrennung erhöhen können.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-q3/beigefarbenes-fett-aufgespuert.html

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