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Anti-Nobelpreise verliehen
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Anti-Nobelpreise verliehen

24.09.2012 - Bei den Ig-Nobelpreisen wurde wieder Wissenschaft der Extraklasse prämiert. Auch echte Nobelpreisträger hat der Wissenschaftsspaß angezogen.

Abstruser, schrulliger, lustiger – die Ig-Nobelpreise haben ein ganz eigenes Bewertungsschema. Die diesjährige, mittlerweile schon 22. Verleihung der unwürdigen (ignoble) Nobelpreise am 20. September an der amerikanischen Elite-Universität Harvard zeigte das wieder einmal deutlich. Da werden sogar Hirnaktivitäten bei totem Lachs „bewiesen“, wenn es nach einem ausgezeichneten Team aus US-Forschern geht. Mit einem – selbstverständlich hochkomplizierten – Gerät und vereinfachten Statistiken können sie fast überall Hirnaktivitäten nachweisen. So auch bei toten Salmoniden. Interessant ist, dass sich in dem Potpourri aus Klamauk, Musik und unterhaltsamer Wissenschaft der eine oder andere Wissenschaftspapst wiederfindet. So wurden die satirischen Preise von Nobelpreisträgern aus dem echten Leben überreicht, unter ihnen zum Beispiel Rich Roberts (Nobelpreisträger 1993  für Medizin) und Jack Szostak (Nobelpreis für Medizin 2009). Insgesamt gibt es Auszeichnungen in zehn Kategorien.

Auch Emmanuel Ben-Soussan und Michel Antonietti ließen aufhorchen. Sie verdienten sich ihren Medizin-Ig-Nobelpreis mit Untersuchungen der besonderen Art: Wie können Ärzte Explosionen bei Darmspiegelungen verringern? Der Chemie-Preis ging übrigens ins Mutterland der Nobelpreise nach Schweden. Hier erforschte Johan Pettersson in bester Sherlock-Holmes-Manier, warum Bewohner einiger Häuser grüne Haare bekommen. Die Ursache für das Phänomen: Kupferrohre und heiße Duschbäder. Der Preis für Biologie wurde buchstäblich für neue Ansichten verliehen. Nämlich für die Erkenntnis, dass Schimpansen einander allein durch einen Blick aufs Hinterteil erkennen können. Danke für diese wertvollen Beiträge, liebe Ig-Kommission.

© laborwelt.de/ml

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