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AIDS-Konferenz: Heilung als Ziel
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Klinische Forschung

AIDS-Konferenz: Heilung als Ziel

27.07.2012 - Optimismus bei der Welt-AIDS-Konferenz: Neue Therapien könnten den HI-Virus nicht nur in Schach halten, sondern sogar komplett auslöschen.

Die 16. Welt-AIDS-Konferenz in Washington geht heute zu Ende. „Wir wissen heute besser als je zuvor, wie wir HIV/AIDS besiegen können“, sagte Oliver Moldenhauer von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in der US-amerikanischen Hauptstadt. Tatsächlich wurde in den vergangenen Jahrzehnten aus einer tödlichen Seuche eine ernste, aber mit Medikamenten in Schach zu haltende Krankheit. Mit modernen antiretroviralen Therapien lässt sich die Viruslast im Blut von HIV-Infizierten bis unter die Nachweisgrenze absenken, so dass die Aids-Erkrankung gar nicht erst ausbricht. Doch das reicht der HIV-Entdeckerin Françoise Barré-Sinoussi nicht. In Washington warb die Nobelpreisträgerin dafür, die Heilung von der Krankheit wieder in den Mittelpunkt der Grundlagenforschung zu rücken.

Neue Therapien könnten helfen, das HI-Virus vollständig aus dem Körper zu entfernen – denn bisher verschanzt sich das Virus wie ein Schläfer in bestimmten Körperzellen und bleibt dort unerreichbar. Ein Medikament zur Behandlung von Krebs könnte US-Forschern zufolge einige dieser Reservoirs aufbrechen. In einer Nature-Publikation beschreiben die Forscher, wie sie das sonst bei Chemotherapien verwendete Medikament Vorinostat nutzten, um das in den weißen Blutkörperchen der Patienten ruhende HI-Virus auszuschwemmen. Einige Experten feiern die Ergebnisse als Durchbruch. Der Forscher Steven Deeks etwa hält sie für einen ersten Beweis, dass eine Heilung eines Tages möglich ist. Andere Mediziner zeigen sich noch skeptisch. „Ein Wort wie Heilung kann man noch nicht in den Mund nehmen“, mahnt etwa der AIDS-Forscher Oliver Keppler vom Uniklinikum Frankfurt. Noch seien zu viele Fragen offen, zudem warnt der Virologe vor den schweren Nebenwirkungen der Arznei: „Das sind keine Lutschbonbons.“ Eine gute Präventionsarbeit bleibt also wichtig.

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