Nachrichten

Warme Wohlfühl-Käfige für Mäuse
Bild vergrößern

Forschung

Warme Wohlfühl-Käfige für Mäuse

03.04.2012 - Labormäuse frieren in den Laborställen, sagen US-Forscher. Mit mehr Nistmaterial könne den gestressten Tieren aber geholfen werden.

Frösteln die Labormäuse in den Forschungslaboratorien? Eine am 30. März in PLoS One veröffentlichte Studie US-amerikanischer Forscher aus West Lafayette und Stanford legt das nahe. Obwohl Mäuse Temperaturen von um die 30 Grad Celsius bevorzugen, werden sie in ihren Käfigen standardmäßig bei 20 bis 24 Grad gehalten. Der Grund: Bei niedrigeren Temperaturen sind die Mäuse weniger aggressiv. Studienleiter Joseph Garner vermutet aber, dass dadurch das Wohl der Mäuse beeinträchtigt ist. Darüber hinaus könnten sogar die Ergebnisse von Experimenten an Aussagekraft verlieren: „Wenn man eine Arznei für Menschen entwickelt, dann kann man sie nicht an Kälte-gestressten Mäusen auf ihre Wirksamkeit testen. Um genügend Wärme zu produzieren, läuft deren Stoffwechsel nämlich auf Hochtouren. Die fragliche Arznei wirkt dadurch womöglich anders als wenn der Stoffwechsel im Normalmodus wäre.“

Die Forscher schlagen daher vor, den Mäusen mehr Nistmaterial zur Verfügung zu stellen. Sie untersuchten drei verschiedene Mausstämme mit insgesamt 72 Tieren. Über eine Verbindungsröhre konnten die Tiere zwischen zwei unterschiedlich temperierten und mit variierenden Mengen an Nistmaterial ausgestatteten Käfigen wechseln. Unabhängig von Geschlecht oder Stamm der Mäuse nahmen die Nestbauaktivitäten mit steigenden Temperaturen ab. Da die Temperatur innerhalb eines gut gebauten Nestes höher ist als die der Umgebung, bleiben die Mäuse bei genügend vorhandenem Baumaterial unter Umständen auch im kälteren Käfig. Bei den momentan am weitesten verbreiteten Haltebedingungen in Mäuseställen empfehlen die Wissenschaftler, etwa zehn Gramm Nistmaterial je Käfig bereitzustellen. Nur dann könne der thermische Stress für die Mäuse gemildert werden.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2012-04/warme-wohlfuehl-kaefige-fuer-maeuse.html

Tierversuche

30.01.2015 Ermittler haben Labore des Tübinger Max-Planck-Instituts für Kybernetik durchsucht. Der Vorwurf: Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Seit einem TV-Bericht steht das Institut massiv in der Kritik – zeitgleich laufen Verfahren wegen Morddrohungen.

Reproduktionsbiologie

28.01.2015 Die künstliche Befruchtung hat so manch kinderlosem Paar zum Nachwuchs verholfen. Auch für bedrohte Tierarten könnte das die Rettung sein. Aus Spermien eines toten Löwen konnten Forscher nun erstmals Embryonen erzeugen.

Contract Research

26.01.2015 Der Skandal um Studienfälschungen einer indischen Firma weitet sich aus. 1250 Arzneien hat die europäische Arzneimittelbehörde unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Europaweit sollen 750 Medikamente zurückgerufen werden.

Optogenetik

23.01.2015 Männer mit trägen Spermien sind unfruchtbar. Doch Bonner Forscher konnten nun müde Samenzellen wieder auf Touren bringen – die Spermien wurden mit Licht aktiviert.

Krebs

21.01.2015 Zitronen und Orangen sind pure Fitmacher. Ein Stoff aus dem ätherischen Öl von Zitrusfrüchten kann sogar Krebszellen am Wachstum hindern – wie nun Bochumer Forscher zeigen.

Schlafforschung

19.01.2015 Ein Schlückchen Wein und man kann gut schlafen? Forscher behaupten das Gegenteil: Alkoholische Getränke vor dem Schlafengehen sorgen für unruhigen Schlaf.

Übergewicht

16.01.2015 Fettleibige Menschen setzen ihr Leben aufs Spiel – so die einhellige Meinung. Doch Faulenzen ist für die Gesundheit noch viel schlimmer, wie nun eine neue Studie zeigt. Bewegungsmangel ist für doppelt so viele Todesfälle verantwortlich wie Übergewicht.

Neurobiologie

14.01.2015 Egal wie lange eine Biene zur Nahrungssuche kreuz und quer herumfliegt: Beim nächsten Mal steuert sie zielgenau den Ort an, an dem sie mit Nektar belohnt wurde. Wie das Gedächtnis von Bienen genau funktioniert, haben nun deutsche Forscher untersucht.

Sexualität

12.01.2015 Orgasmus unter Beobachtung und das als Teil einer Studie – etwas Unerotischeres kann man sich schwer vorstellen. Doch französische Forscher wollten hinter das Geheimnis der weiblichen Ejakulation kommen und fanden heraus: Das Ejakulat ist Urin.

Medizin

09.01.2015 Mächtige Waffe gegen Krankheitserreger: Im Erdreich haben Forscher ein neues Antibiotikum für den Kampf gegen multiresistente Bakterien gefunden.

Kreidezeit

Alle Videos

Produkt der Woche

Alle Produkte

Bild der Woche

Alle Bilder