Oxford Nanopore Technologies
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USB-Sequenzierer für zuhause
20.02.2012 - Der Preiskampf unter den DNA-Sequenzierern geht in eine neue Runde. Oxford Nanopore hat jetzt einen 900 Dollar teuren Minisequenzierer vorgestellt.
Wärmepantoffeln, Massageball oder gar ein Mikroskop – der geneigte Technikfan kann eine Vielzahl von skurrilen Geräten auch mit USB-Anschluss für den Heimlaptop erwerben. Jetzt bringt die englische Firma Oxford Nanopore Technologies einen handlichen USB-Sequenzierer auf den Markt, der wie ein etwas zu groß geratener Speicher-Stick aussieht. Das MinION getaufte System wurde am vergangenen Wochenende auf einer Konferenz in Marco Island (USA) vorgestellt.
Der MinION-Stick beherbergt alles, was für eine komplette Sequenzierung nötig ist und kostet dabei gerade einmal 900 US-Dollar. Ein Alleinstellungsmerkmal, denn bei der Konkurrenz muss man für die Sequenziermaschinen hunderttausend Dollar und mehr hinblättern. Allerdings kann der MinION-Stick auch nur einmal genutzt werden. Das Einsatzgebiet ist laut den Wissenschaftlern aus Oxford momentan noch auf die Sequenzierung von Bakterien- oder Virengenomen beschränkt. Auch für schnelle DNA-Tests von Krebszellen käme das MinION-System infrage. Wie auf der Konferenz demonstriert, dauert die Sequenzierung eines Phagengenoms (5,4 kb) nur wenige Sekunden.
Um auch größere DNA-Mengen schnell sequenzieren zu können, müssten die Module des Systems laut Oxford Nanopore einfach nur kombiniert werden. Unternehmenschef Gordon Sanghera glaubt, dass seine Maschinen auf diese Weise bereits im nächsten Jahr das Humangenom in 15 Minuten vollständig sequenzieren können. Der entscheidende Vorteil der „Nanoporen-Technologie“ (Video) sind die großen Leselängen von 10 Kilobasen und mehr. Laborwelt stellte die Methode bereits 2009 ausführlich vor (Ausgabe 3, 2009, Seite 21).











