PhotoVandal über flickr.com
Bild VergrößernForschung
Das gläserne Rennpferd
13.02.2012 - Pferdesport hat Tradition in Australien. Pferdedoping auch. Eine neue Studie soll zukünftig helfen, Dopingvorwürfe nach Arznei-Therapien zu vermeiden.
Gerade noch rechtzeitig vor den Olympischen Spielen im Sommer veröffentlichte eine australische Forschungsvereinigung einen Zeitplan, wann man medikamentös behandelte Pferde nach der Genesung wieder legitim im Sport einsetzen kann. Unter Führung der Technischen Universität Queensland (QUT) wurde damit zum ersten Mal der Metabolismus der wichtigsten Pferdemedikamente systematisch und umfassend im Labor untersucht. Seit 20. Januar kann man die Studie von der Webseite der australischen Regierung herunterladen.
Primär ging es den Autoren darum, Dopingvorwürfe im Renn- und Leistungssport zu vermeiden. Martin Sillence, QUT-Professor für Lebenswissenschaften, hofft, mit seiner Forschung die Integrität im Pferdesport zu erhöhen: „Die Auflistung der Pharmakokinetik der 18 gängigsten Arzneimittel bei Pferden versetzt Tierärzte und Trainer in die Lage, eine ordnungsgemäße medikamentöse Behandlung durchzuführen. Das Risiko, positiv auf eine verbotene Substanz getestet zu werden, wird verringert.“
Insgesamt wurden Pferden aus verschiedenen australischen Ställen 20.000 Blut- und Stuhlproben entnommen. Die Untersuchung der Proben erfolgte in den vier Rennsportlaboratorien des Landes. Jede Arznei wurde mindestens in 10 Pferde injiziert, die Probenentnahme dauerte abhängig von der zu erwartenden Verstoffwechselung fünf bis 100 Tage. Das Projekt dauerte vier Jahre und kostete 1,2 Millionen Dollar. Gefördert wurde es unter anderem durch die staatliche Vereinigung für Forschung und Entwicklung der ländlichen Industrien (RIRDC).











