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Ambulant heilen mit „iHeal“
15.02.2012 - Eine Wunderbox voller Biosensoren hilft bei der Therapie von Drogenabhängigen. Eine neue Studie zeigt auf, was noch verbessert werden kann.
Fressanfälle, chronischer Schmerz oder Medikamentenabhängigkeit – stationär kann man solche Probleme leicht überwachen und auch wieder in den Griff bekommen. Um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken, wird versucht, immer mehr Patienten auch außerhalb des Krankenhauses zu behandeln. Hier setzt „iHeal“ an. Eine kleine Wunderbox der Medizintechnik misst mit Biosensoren am Handgelenk eine Reihe von physiologischen Parametern. Dazu gehören zum Beispiel Körperbewegung, Pulsschlag oder Hauttemperatur. Deuten die Werte auf ein erhöhtes Stressniveau und einen Rückfall in riskante Verhaltensweisen hin – das heftige Verlangen eines Abhängigen nach der Droge wäre solch ein Beispiel, schlägt das Gerät Alarm. In Abhängigkeit von der Art der Krankheit muss der Patient dann so lange bestimmte Verhaltensübungen ausführen, bis die Werte wieder normal sind. Meist handelt es sich dabei um multimediale Aufgaben, die auf einem Smartphone zu bewältigen sind.
Das Projekt „iHeal“ widmet sich schon seit ein paar Jahren der ambulanten medizinischen Überwachung von Patienten. Eine Gruppe um Edward Boyer von der Universität der Massachusetts Schule für Medizin hat jetzt untersucht, wie „iHeal“ denn eigentlich von den Nutzern angenommen wird. Aus der Analyse geht hervor, dass sich die Patienten für die Zukunft robustere und vor allem unauffälligere Messgeräte wünschen: Noch stigmatisiere der ungewöhnliche Apparat seine Träger. Besser wäre das Anbringen an den Fußgelenken oder eine optische Verschlankung in Richtung Armbanduhr. Darüber hinaus sehen die Patienten noch Nachholbedarf bei der Datensicherheit. Die Studie wurde Anfang Februar in der Zeitschrift für Medizinische Toxikologie veröffentlicht.











