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Stammzellenkur fürs Auge
25.01.2012 - Der erste Therapieansatz mit humanen embryonalen Stammzellen scheint vielversprechend. Im Visier: eine seltene Netzhauterkrankung.
„Mehr als ein Jahrzehnt ist seit der Entdeckung der humanen, embryonalen Stammzellen vergangen“, meint der Arzt Robert Lanza, „Das ist nun die erste Veröffentlichung über eine Zelltransplantation bei Menschen, bei der die Zellen aus jenen Stammzellen hergestellt wurden.“ Die Patienten haben die Erbkrankheit Morbus Stargardt. Sie können nicht scharf sehen, etwas lesen oder gar Auto fahren ist für sie daher nicht möglich. Bisher gab es keine Behandlungsmöglichkeit für die Krankheit, doch die Ergebnisse einer Stammzelltherapie geben Anlass zur Hoffnung: Die behandelten Patienten sehen jetzt besser als zuvor. Auch sind die übertragenen Zellen gut verträglich. Robert Lanza und sein Kollege Steven Schwartz berichten von ihrem Erfolg in der gestrigen Ausgabe des Magazins The Lancet (more...).
Hersteller der Zellen ist das US-Unternehmen Advanced Cell Technology (ACT). Diese Woche verkündete ACT, dass nach zwei US-Amerikanern nun auch der erste europäische Patient behandelt wurde. Die Operation verlief am vergangenen Freitag in London erfolgreich (more...).
Morbus Stargardt ist eine seltene Form der Makuladegeneration. In Europa und Nordamerika sind etwa 100.000 Menschen betroffen. Typisch für Makuladegenerationen ist das Absterben der Sehzellen im Bereich des scharfen Sehens. Bei der beschriebenen Stammzelltherapie werden solche Zellen in vitro aus humanen embryonalen Stammzellen gezüchtet und direkt in die Netzhaut verpflanzt. Die Bildung von tumorähnlichem Gewebe ist die größte Gefahr bei Stammzelltherapien. Die ersten beiden behandelten Patienten in den USA wiesen aber nach vier Monaten weder Hyperproliferationen noch atypische Gewebe im Auge auf.










