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Patentlösung für Glycerin-Problem
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Patentlösung für Glycerin-Problem

15.12.2011 - Ein Wiener Start-up will mit Abfall Geld machen. Es vertreibt ein neues Verfahren für die Veredelung von Glycerin, einem Nebenprodukt der Biodieselherstellung.

Treibstoff aus nachwachsenden Rohstoffen sollte doppelt nachhaltig sein – ökologisch und ökonomisch. An der Stellschraube Wirtschaftlichkeit dreht jetzt die österreichische Firma ab&cd innovations e.U. Mit ihrem patentierten Verfahren können Biodieselproduzenten das nahezu wertlose Nebenprodukt Glycerin energiearm und platzsparend in besser zu vermarktende Milchsäure umwandeln. 

Das rein synthetische Verfahren bedroht gleich zwei auf biotechnologischen Prozessen (Fermentation bzw. Gärung) beruhende Technologien: die Milchsäureherstellung und die Glycerinbeseitigung. Milchsäure wird laut Amitava Kundu, Gründer von ab&cd innovations, bisher zu 90% fermentativ aus Nahrungsmitteln hergestellt. Kundus Verfahren könnte hier Marktanteile erobern. Glycerin selbst wird bisher unter anderem auch zu höherwertigen Substanzen vergärt. Das ist allerdings ineffizient und teuer. Im Vergleich dazu „erlaubt das neue Verfahren eine Kostenreduktion um 75%“, so Kundu.

Bei der Herstellung von Biodiesel entsteht als Nebenprodukt Rohglycerin. Auch wenn für reines Glycerin etwa 1.500 Anwendungsmöglichkeiten bekannt sind – die Beseitigung von Verunreinigungen wie Methanol und Fettsäuren benötigt viel Energie und weitläufige technische Anlagen. Da die steigende Biodieselproduktion zu sinkenden Marktpreisen führt, ist die Glycerinaufreinigung gerade für kleinere Produzenten nicht rentabel. Die alternative Entsorgung über das Verfüttern an Schweine und Hühner oder über die erwähnte Vergärung durch Mikroorganismen ist ebenfalls problembehaftet.

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2011-12/patentloesung-fuer-glycerin-problem.html

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