Nachrichten

Kaugummi kauen mit Nebenwirkung
Bild vergrößern

Gesundheit

Kaugummi kauen mit Nebenwirkung

22.02.2017 - Keine Zeit mehr fürs Zähneputzen, trotzdem soll der Atem schön frisch sein? Rund 5,5 Millionen Deutsche greifen täglich zum Kaugummi. Doch Vorsicht: bereits das Kauen der mintfrischen Masse kann Darmschäden verursachen, wie US-amerikanische Forscher nun nachgewiesen haben.

Kaugummis sind inzwischen salonfähig. Sie kommen in hunderten verschiedenen Geschmäckern und Farben vor und es werden ihnen jede Menge gute Eigenschaften zugesprochen. So sollen sie beim Konzentrieren und Abnehmen helfen, sorgen für weiße Zähne, unterstützen den Druckausgleich im Flugzeug und reduzieren angeblich Stress. Doch Kaugummis sind durchaus keine harmlose Leckerei.

Zahnpflegeprodukte enthalten oftmals Titandioxide, die durch einen Schmirgel-Effekt zu einem strahlenden Weiß der Zähne führen sollen. Wissenschaftler der Binghamton University im Bundesstaat New York haben nun nachgewiesen, dass Titandioxide einen negativen Effekt auf die menschliche Darmflora haben NanoImpact. Die Forscher bildeten für ihre Studie die Darmflora in einem Modell aus menschlichen Darmschleimhaut-Zellen nach. Das Zellmodell behandelten sie in unterschiedlichen Dosierungen mit den etwa 30 Nanometer großen Titandioxiden. Sie unterschieden dabei zwischen einem akuten Effekt – hier wurden die Zellen vier Stunden mit Titandioxiden behandelt – und einem chronischen Effekt, bei dem die Zellen fünf Tage dauerbelastet wurden.

Vor allem die langfristige Wirkung von Titandioxiden auf die Darmzellen zeigte eine negative Darmbelastung. Laut den Wissenschaftlern reduzierte sich die Zahl sogenannter Mikrovilli, fadenähnliche Zellfortsätze in den Epithelzellen des Darms, durch die Nanopartikelbehandlung. Dies führte zu einer eingeschränkten Barrierewirkung der Darmwand und zu Entzündungen in der Darmflora. Außerdem sei die Aufnahme von essentiellen Stoffen wie Eisen, Zink und Fettsäuren erheblich eingeschränkt. Eine kurze Belastung der Zellen zeigte hingegen keine bleibenden Schäden.

In jedem Fall sollten Produkte wie Zahnpflegekaugummis oder bleichende Zahncremes mit Vorsicht verwendet werden, denn seit längerem stehen Nanopartikel in der Kritik, auch krebserregend zu sein „Um Lebensmittel zu vermeiden, die reich an Titandioxid-Nanopartikeln sind, sollten sie auf verarbeitete Lebensmittel, vor allem auf Süßigkeiten verzichten“, rät Gretchen Mahler, Co-Autorin der Studie aus New York. Titandioxide sind von der US-amerikanischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) als sicher eingestuft.
                 

© laborwelt.de/hm

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten/2017/kaugummi-kauen-mit-nebenwirkung.html

Diabetes

20.02.2017 Einmal ist keinmal? Man muss nicht täglich Pizza futtern, um sein Diabetesrisiko zu erhöhen. Schon eine fettreiche Mahlzeit reicht aus, um Insulinresistenzen hervorzurufen, sagen Diabetes-Forscher.

Meeresbiologie

20.02.2017 Die Tiefsee ist ein dunkler und kalter Ort. Menschen verirren sich nur zu Forschungszwecken in die gruseligen Tiefen. Trotzdem konnten Wissenschaftler nun organische Giftstoffe in Bewohnern dieses Lebensraums nachweisen.

Immunologie

13.02.2017 Der Bürokollege schnieft, der Nebenmann in der S-Bahn hustet ohne Unterlass? Im Winter hätten Erkältungsviren noch leichteres Spiel – wären da nicht die Killerzellen, die sich den Krankheitserregern entgegenstellen. Wie diese Zellen blitzschnell ein Heer rekrutieren, fanden nun Bonner Forscher heraus.

Vegetationsforschung

08.02.2017 Wenn Eltern es könnten, dann würden sie ihre Nachkommen am liebsten noch vor der Geburt vor Gefahren im Leben warnen. Genau das können Pflanzen, wie Tübinger Biologen erstmals in der Praxis nachweisen konnten.

Neurowissenschaft

06.02.2017 Gerade gab es Abendbrot, und doch schauen wir, was noch im Kühlschrank ist. Ganz normal, sagen Leibniz-Forscher. Sie haben erstmals den neuronalen Schaltkreis entdeckt, der uns auf die Suche nach Nahrung schickt – selbst wenn wir satt sind.

Raumfahrt

01.02.2017 Astronauten dürfen nicht wählerisch sein: Im Weltall gibt es Essen nur aus der Tube. Doch demnächst könnte frisches Gemüse auf dem kosmischen Speiseplan stehen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will in diesem Jahr mit der Tomatenzucht im All beginnen.

Vorurteile

30.01.2017 Wirklich, wirklich schlau? Das kann keine Frau sein! Diese Lektion lernen Mädchen offenbar im Alter von sechs Jahren – und halten sich auch selbst fortan eher für fleißig als genial.

Ernährung

25.01.2017 Wurstessen als Gesundheitsvorsorge? Klingt unglaublich, ist aber wahr. Forscher haben Wurstsorten mit Heilkräutern hergestellt, die Magen-Darm-Erkrankungen vorbeugen können.

Psychologie

23.01.2017 Impfgegner, Klimaskeptiker, Homöopathieanhänger: Viele Menschen trauen der Wissenschaft nicht. So manche tun diese Wissenschaftsskeptiker als dumm ab – zu Unrecht, wie Forscher herausfanden. Sie stellten nun vor, was sie für den wahren Grund halten.

© 2007-2017 BIOCOM

http://www.laborwelt.de/aktuelles/nachrichten.html

Bild der Woche

Alle Bilder



Produkt der Woche

Alle Produkte