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Spinnengift kommt zur Rettung
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Medizin

Spinnengift kommt zur Rettung

24.03.2017 - Nach einem Schlaganfall kommt das Blut nicht mehr überall im Gehirn an – oft mit schlimmen Folgen. Doch ausgerechnet das tödliche Gift einer australischen Spinnenart könnte nun Heilung bedeuten.

Acht pelzige Beine, schillernde große Augen und ein unförmiger Körper – Spinnen jagen so manchen Menschen Angst ein. Die australische Trichternetzspinne Hadronyche infensa zählt zu den giftigsten Spinnen der Welt. Ihr Biss kann beim Menschen zu Lähmungen und schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden führen. Ausgerechnet das Gift dieser Spinnenart soll laut Wissenschaftlern der Universität Queensland Gehirnschäden von Schlaganfallpatienten reduzieren. Das Spinnengift enthält das Protein Hi1a, was an den säureabhängigen Ionenkanal ASIC1a der Hirnneurone bindet, diesen blockiert und damit Lähmungserscheinungen im Menschen hervorruft. Genau diese Wirkweise könnte nun als Therapie genutzt werden.

„Wir glauben, dass wir zum ersten Mal einen Weg gefunden haben, um die Auswirkungen von Hirnschäden nach einem Schlaganfall zu minimieren“, sagt Glenn King, Autor der Studie, die im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences erschienen ist. Während eines Hirninfarktes kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns, was den Ionenkanal ASIC1a überaktiviert. Die Neuronen stehen in diesem kranken Zustand ständig unter Strom. In einem Tiermodell konnten die Forscher nun zeigen, dass das Protein HI1a diesen Kanal blockiert und Hirnschäden der Ratten verhinderte. Tiere die mit dem Protein behandelt wurden, erholten sich schneller und zeigten geringere neurologische Schäden, selbst wenn das Gift erst einige Stunden nach dem Infarkt verabreicht wurde. Die australischen Wissenschaftler haben nun einen Patentantrag auf das Protein gestellt, um Hi1a als Wirkstoff weiterentwickeln zu können.

© laborwelt.de/hm

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